BILDblog als Dienstleister für Bild.T-Online.de?
Man könne nicht feststellen, dass bei Bild.de heute besser gearbeitet werde als früher. Es sei aber offensichtlich, dass Bild.T-Online.de auf Meldungen des BILDblog reagiere, auch Artikel, die schon mehrere Tage unverändert online sind, "werden nur Minuten nach einem entsprechenden BILDblog-Eintrag verändert" , heißt es zur Begründung der BILDblog-Rechnung(öffnet im neuen Fenster) .
Süffisant weisen die BILDblog-Macher aber darauf hin, dass "oft genug [...] ein Fehler durch einen anderen ersetzt" werde: "Manchmal müssen wir ganz explizit formulieren, was an welcher Stelle falsch ist und wie es richtig lauten müsste." . Korrigiert wurden aber nur Details, fundamental falsche Artikel, die beispielsweise aus der gedruckten Bild stammen, bleiben unverändert, so die Kritik. Mahne BILDblog einen Fehler einmal nicht an, werde dieser auch nicht korrigiert.
Daraus ziehen die BILDblog-Macher den Schluss, dass Bild.T-Online.de das BILDblog mittlerweile "als eine Art externe Schlussredaktion oder Korrektorat" nutze und stellt diese Dienstleistung nun in Rechnung: 40,- Euro pro korrigierten Artikel und insgesamt 1.800,- Euro (netto) für 45 Korrekturen werden berechnet.
Sollte Bild.T-Online.de die Rechnung tatsächlich bezahlen, wollen die BILDblog-Macher das Geld für einen guten Zweck spenden. Was Bild davon hält, erklärte Unternehmenssprecher Thomas Fröhlich gegenüber dem Spiegel: "Wir hatten immer gedacht, die selbsternannten 'Bild'-Wächter kämpften ehrenamtlich für besseren Journalismus – scheinbar geht es ihnen aber doch eher ums Geldverdienen."



