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Mobilfunker gegen die EU: Streitpunkt hohe Roaming-Gebühren

Europäische Union: Tarife sollen um 40 Prozent gesenkt werden. Die GSM Association, eine Vereinigung von weltweit knapp 700 Netzbetreibern, hat eine Studie vorgestellt, die die Auswirkungen neuer Roaming-Gesetze auf EU-Ebene aufzeigen soll. Die EU drängt auf eine Senkung der Gebühren, die bei Auslandstelefonaten durch den Wechsel von einem Mobilfunknetz zum anderen entstehen. Günstigere Gebühren für Auslandstelefonate würden jedoch die Erhöhung der Telefonkosten im Inland nach sich ziehen, so die Netzbetreiber.
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"Die zwangsläufige Auswirkung des Vorschlags der Kommission bestünde darin, dass Vielreisende einen großen Anreiz hätten, zwei Mobilfunkverträge parallel laufen zu lassen: einen mit neuen, höheren Tarifen fürs Inland, der beim Roaming jedoch günstig ist, und einen mit heute günstigen Abrechnungsmodalitäten für zu Hause, bei dem jedoch Auslandstelefonate nicht attraktiv sind", sagte Dr. Mike Walker, Vizepräsident des Beratungsunternehmens CRA, das die Studie im Auftrag der GSM Association durchführte.

Sowohl für Kunden als auch für die Netzbetreiber selbst wären zwei Mobilfunkkonten von Nachteil: Die Kunden müssten zwei SIM-Karten bei sich tragen, der Wechsel ist lästig. Für Vodafone & Co. bedeuten mehr Konten mehr Verwaltungsaufwand und damit höhere Kosten.

Analysten schätzen, dass Roaming-Gebühren bei den europäischen Operatoren rund 10 Prozent der Gesamteinnahmen aus allen Telefongesprächen ausmachen und damit eine wahre Goldgrube darstellen. Die EU-Kommission forderte daher, dass die Preise für Auslandsgespräche um 40 Prozent gesenkt werden müssten. Nach den EU-Vorschlägen sollen die Netzbetreiber alle Gebühren ersatzlos streichen, die bei der Annahme von Gesprächen im Ausland entstehen.

Mitglieder der Kommission werden im Mai 2006 über Details verhandeln. Eine Anhörung vor dem europäischen Parlament ist für den 4. Mai anberaumt, die zuständigen Minister planen eine Debatte für den 8. Juni.


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