Neue Intel-Architekturen alle zwei Jahre
Zunächst bestätigte Otellini die schon per Gerücht bekannte gestaffelte Markteinführung der neuen Prozessoren mit Core-Architektur in 65 Nanometern Strukturbreite. Zuerst kommt der Woodcrest für Server im Juni 2006, im Juli folgt der Conroe für Desktops und im August der Merom für Notebooks. Schon zwei Jahre später – also Mitte 2008 – soll dann ein "Die-Shrink" der Core-CPUs erfolgen.
Unter dem Codenamen "Penryn" werden die Cores in 45 Nanometern neu aufgelegt. Otellini sprach aber auch von "Ablegern" dieses Designs, so dass für Penryn auch Architekturerweiterungen zu erwarten sind. Ebenfalls 2008 soll mit "Nehalem" eine neue Mikroarchitektur folgen, Details dazu verriet Otellini noch nicht. Nehalem wird wie Penryn in 45 Nanometern Strukturbreite gefertigt werden.
Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, arbeitet Intel immer mit mehreren Designteams an den Architekturen. Was genau der Halbleiterriese dabei aber unter einer "neuen" Mikroarchitektur versteht, dürfte immer schwerer zu fassen sein. Das Netburst-Design des Pentium 4 und Pentium D hielt fast sechs Jahre und wurde nur moderat erweitert. Und selbst die aktuelle Core-Architektur kann ihre Abstammung vom ersten Pentium-M mit Banias-Architektur nicht leugnen. Zudem hat Intel auch schon bei Netburst in geschrumpften Versionen desselben Kerns nach und nach neue Funktionen wie 64-Bit-Unterstützung und Speicherschutz integriert, dies aber nie als neue Architektur bezeichnet.