EA zahlt weitere Millionen an überarbeitete Angestellte

Nachträgliche Überstunden-Bezahlung nun auch in den kalifornischen Studios

Electronic Arts hat sich im Rahmen einer weiteren Sammelklage mit Angestellten einigen können, die wegen unbezahlter Überstunden Hilfe beim Gericht suchten. Die kalifornischen Angestellten erhalten nun insgesamt 14,9 Millionen US-Dollar.

Artikel veröffentlicht am ,

Nicht von Angestellten eingeforderte Gelder aus dieser Summe sollen an Ronald McDonald House Charities gehen und zudem dafür genutzt werden, um an fünf verschiedenen US-Universitäten Studentinnen und unterrepräsentierten Minderheiten das Studium interaktiver Unterhaltung zu ermöglichen. Zu den Universitäten zählen die Carnegie Mellon University, die Cornell University, Georgia Tech, die Stanford University und das Morehouse/Spelman College.

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Noch muss allerdings das zuständige Gericht seine Einwilligung in die Einigung geben, bevor sie gilt. EA erwartet nicht, dass die Zahlung an die Angestellten eine deutliche Auswirkung auf das laufende vierte Geschäftsquartal 2006 des Unternehmens haben wird. Im vergangenen Jahr hatte der Publisher bereits 15,6 Millionen US-Dollar wegen einer weiteren Sammelklage bezüglich unbezahlter Überstunden an Angestellte bezahlt.

Bekannt oder vielmehr ausgelöst wurde das Aufbegehren der Angestellten durch den Blog-Eintrag der Ehefrau eines EA-Mitarbeiters. Sie berichtete 2004 als anonyme "EA Spouse", dass EA von seinen Mitarbeitern eine Arbeitszeit von 9 bis 22 Uhr täglich, an sieben Tagen pro Woche forde. Lediglich am Samstag dürften die Mitarbeiter bei guter Arbeit früher, gegen 18:30 Uhr gehen. Nachdem die Sache öffentlich bekannt, heftig kritisiert und diskutiert wurde, hatte EA Besserung gelobt. Seit dieser Woche ist auch bekannt, wer die mutige Frau des EA-Angestellten ist, in einem Interview mit Mercury News spricht sie erstmals öffentlich über die Geschehnisse und ihre Beweggründe.

Kritik wuchs 2005 auch an den endlosen Spielefortsetzungen von EA, die Innovationskraft immer mehr vermissen ließen. Anfang 2006 musste EA dann verkünden, dass Gewinn und Umsatz sinken - danach wurden laut Wall Street Journal einige Angestellte entlassen. EA will seine Ressourcen in Zukunft vor allem auf die Spieleentwicklung für die neue Konsolengeneration konzentrieren sowie das Onlinegeschäft und die Spieleentwicklung für Handys und Spiele-Handhelds forcieren. Wenigstens zwei innovative Spielkonzepte hat EA in der Hinterhand, darunter etwa das Aufbaustrategiespiel Spore und das Rollenspiel Project Gray Company, die aber beide erst 2007 erscheinen sollen.

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ahja 27. Apr 2006

Ich glaub aber auch dass das nicht er einzigen Grund ist. Ich würde wetten die Macher...

Painy187 27. Apr 2006

Du bist also angestellter Beta-Tester? SCNR ;)

JustDoIt 27. Apr 2006

Ausgebrannte Mitarbeiter ohne Freiräume sind doch die kreativsten, oder? Die unkreativen...



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