USB-Sticks mit Folteranleitung der US-Armee
Wie die Los Angeles Times(öffnet im neuen Fenster) meldet, waren auf USB-Sticks, die am Wochenende auf dem Basar von Bagram gehandelt wurden, unter anderem Informationen wie die Namen von US-Offizieren und deren Handy-Nummern gespeichert. Noch brisanter: Es sind darauf Anleitungen zur so genannten "Schmerzkontrolle" widerspenstiger Gefangener zu finden. Ein Ratgeber, der beschreibt, wie man Festgenommene durch das Kneifen oder Schlagen auf bestimmte Nerven und Druckpunkte am Körper verhört und kontrolliert, ist nichts anderes als ein Folterhandbuch.
Nachdem der Handel mit den geheimen Militärdatenträgern vor zwei Wochen erstmals bekannt geworden war, hatten US-Soldaten systematisch das gesamte auf dem Markt angebotene Computerzubehör aufgekauft. Dafür sollen sie mehrere Tausend US-Dollar ausgegeben haben.
Für einige Tage waren dort anschließend keine Datensticks der Armee mehr erhältlich, doch nur für kurze Zeit: Am Freitag stellte sich dann heraus, dass wieder Speicherkarten aus der Basis in Bagram auf den Markt geschmuggelt und auf dem Basar verkauft werden. Einige Händler warten angeblich nur darauf, dass amerikanische Soldaten wieder einen umfassenden Großeinkauf machen.
Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte, man habe mit einer Untersuchung der Angelegenheit begonnen und nehme sie sehr ernst. Unter anderem seien kriminalistische Ermittlungen eingeleitet worden und alle Vorschriften und Prozeduren für den Umgang mit Computerausrüstung würden überprüft.
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