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UMTS-Smartphone Nokia N73 mit 3,2-Megapixel-Kamera

Nokias Tri-Band-Smartphone N72 mit bescheidenerer Ausstattung. Nokia will mit dem N73 das erste Mobiltelefon bringen, das selbst Digitalkameras an Leistung übertrumpfen kann. Dafür haben die Finnen dem UMTS-Quadband-Gerät neben einem großen Display mit 6,1 cm Diagonale eine 3,2-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik und Autofokus spendiert. Überlegen soll das Symbian-Smartphone dahingehend sein, dass man via UMTS Bilder direkt in eine Foto-Community wie etwa Flickr hochladen kann. Digitalkamera-Fotos müssen heute noch den Umweg über den PC nehmen. Deutlich bescheidener nimmt sich das neu vorgestellte Tri-Band-Smartphone N72 von Nokia mit 2-Megapixel-Kamera aus.
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Im 110 x 49 x 19 mm großen UMTS-Smartphone N73 steckt eine 3,2-Megapixel-Kamera, die eine Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln liefert. Damit kann der Nutzer Fotoausdrucke bis zu einem Format von 25 x 20 cm erstellen. Um das Zoom zu bedienen, hat Nokia extra Tasten eingebaut. Die Kamera erlaubt ein 20fach digitales Zoom, bei Video kann man achtfach digital zoomen. Ein mechanischer Auslöser und die Autofokus-Funktion sollen auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen keine verschwommenen Bilder erzeugen. Wenig Licht ist bislang bei Handy-Kameras der größte Knackpunkt. Die Anfangsblendenöffnung des N73 liegt bei für Kameras in Mobiltelefonen guten F2,8. Videos werden mit 15 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet, die Videolänge beträgt maximal 186 Minuten.

Nokia hat bei den Fotofunktionen diesmal nicht nur auf die Aufnahme geachtet, sondern erlaubt die sofortige Betrachtung der Ergebnisse in voller Größe über eine separate Vorschautaste. Außerdem lässt sich eine Diashow mit eigenem Soundtrack erstellen. Die Wiedergabe erfolgt mit 3D-Sound-Effekten über die integrierten Stereo-Lautsprecher.

Außerdem – die Netzbetreiber wird es freuen – gibt es eine eigene Taste, um Fotos per E-Mail oder als MMS-Mitteilung zu verschicken bzw. auf die Seiten einer Internet-Community hochzuladen. Kostenlos ist das Übertragen via USB 2.0, Infrarot oder Bluetooth 2.0 an den Rechner oder zum Drucker.

Als Display entschied sich Nokia für ein Modell mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln und bis zu 262.144 Farben. 42 MByte Speicher stehen in dem Symbian-Smartphone zur Verfügung, der sich per MiniSD-Karten vergrößern lässt. Als Browser enthält das N73 den auf der aus Safari stammenden Rendering-Engine beruhenden Webbrowser von Nokia mit MiniMap-Technik.

Das UMTS-Smartphone funkt im GSM-Betrieb über die Frequenzen 850, 900, 1.800 und 1.900 MHz, zusätzlich beherrscht es EDGE. Beim Telefonieren soll das 116 Gramm wiegende N73 laut Hersteller 3,8 Stunden im UMTS-Betrieb und 4,5 Stunden im GSM-Modus durchhalten. Die Stand-by-Zeit wird mit 14,5 Tagen im UMTS-Netz und gut 9 Tagen im GSM-Betrieb beziffert.

Im Vergleich zum N93 und dem N73 eher bescheiden nimmt sich eine weitere Neuvorstellung von Nokia aus: das N72. Es bietet eine 2-Megapixel-Kamera und einen Musik-Player mit speziellen Tasten zur Steuerung von Kamera- und Musikfunktionen sowie ein UKW-Radio. Im Vergleich zu den beiden anderen Neuvorstellungen der N-Serie bietet das Display im N72 eine geringere Auflösung. Auf 176 x 208 Pixeln werden maximal 262.144 Farben gezeigt.

Die Kamera im 109 mm x 53,3 mm x 17,5 mm messenden N72 liefert eine Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixeln, die Anfangsblende liegt jedoch bei düsteren F4,8. Damit braucht das Symbian-Smartphone schon eher gute Lichtverhältnisse, um verwackelte Bilder zu vermeiden. Schummerige Partys dürften sich als schwieriges Terrain erweisen. Videos können mit maximal 352 x 288 Pixeln Auflösung und 15 Bildern pro Sekunde gedreht werden. Immerhin können die Fotos und Videos im Nachhinein noch auf dem Smartphone mit Bildbearbeitungssoftware optimiert werden.

Das Tri-Band-Smartphone für die GSM-Netze 900, 1.800 sowie 1.900 MHz bietet außerdem Bluetooth 2.0, eine Infrarotschnittstelle fehlt aber. Auch der MiniMap-Browser ist nicht dabei, weil Nokia lediglich einen XHTML-Browser mitliefert. Der interne Speicher von 20 MByte kann über den RS-MMC-Steckplatz erweitert werden. Mit Akku kommt das N72 auf ein Gewicht von 124 Gramm und liefert eine Sprechdauer von knappen 3,5 Stunden, während der Bereitschaftsbetrieb rund 11 Tage durchhält.

In beiden Smartphones steckt als Betriebssystem Symbian mit Series 60 in der 3rd Edition, so dass die üblichen PIM-Applikationen zur Termin-, Adress- und Aufgabenverwaltung bereitstehen. Außerdem können mit einem Musik-Player die Formate MP3, AAC, eAAC+ und eAAC abgespielt werden; der Player im N73 beherrscht zusätzlich den Umgang mit WMA-Dateien. Zudem liegt ein E-Mail-Client sowie Anzeigeprogramme für die verbreitesten Office-Formate bei. Auch ein UKW-Radio ist in beiden Geräten enthalten.

Nokia will das N72 im Juni 2006 in die Regale bringen, das N73 soll dann im Juli 2006 folgen. Dem N73 legt Nokia das Stereo Headset HS-31 bei. Zu beiden Geräten wurde noch kein Preis genannt.


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