OpenRaw: Aussterbende RAW-Formate machen Fotografen nervös

Initiative fordert offene Dokumentation von RAW-Formaten

Die Initiative OpenRAW setzt sich für eine offene Dokumentation der so genannten RAW-Formate von Digitalkameras ein. Eine groß angelegte Umfrage der Initiative soll zunächst einmal Aufschluss über den Umgang mit dieser Art digitalem Negativ geben.

Artikel veröffentlicht am ,

Über 19.000 Digitalfotografen und Sammler aus aller Welt haben sich an der Umfrage der OpenRAW-Initiative zur Digitalfotografie und dem Wert von RAW-Dateien beteiligt. Die Initiative wollte so in Erfahrung bringen, wie Fotografen mit dem "digitalen Negativ" arbeiten und wie sie ihre Arbeitsabläufe für die Zukunft sehen.

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"In dem einen Jahr seit der Gründung der OpenRAW-Initiative hat sich eine ganze Menge auf dem Markt getan. Die Hersteller verbreiten weiter proprietäre RAW-Formate, es werden Kameraeinstellungen in den Dateien verschlüsselt, so manche bekannte Marke ist bereits vom Markt verschwunden", erläutert OpenRAW-Gründer Jürgen Specht. "All das macht die Fotografen nervös, wenn es um die Zukunft ihrer Bilder geht. So lange RAW-Formate nicht offen dokumentiert werden, kann kein Fotograf - ob hoch bezahlter Profi oder Schnappschuss-Enthusiast - sicher sein, auch morgen noch an seine Fotos heranzukommen."

In den RAW-Dateien speichern Digitalkameras die Daten weitgehend ohne Bearbeitung, so wie sie der Sensor zur Verfügung stellt. Diese Daten eignen sich besonders gut für eine nachträgliche Bearbeitung, allerdings kommen hierbei in aller Regel proprietäre, hersteller- und geräteabhängige Formate zum Einsatz, so dass eine Software, die diese Daten auswerten will, auf jedes Format abgestimmt werden muss. Dabei sind die Formate selbst in aller Regel nicht öffentlich zugänglich.

Die Ergebnisse der Umfrage will die Initiative Stück für Stück zwischen dem 25. und dem 29. April 2006 unter OpenRAW.org veröffentlichen.

Der Großteil (50 Prozent) der Teilnehmer an der Umfrage sieht sich selbst als ambitionierten Amateur, 14 Prozent verdienen ihr Geld in Vollzeit mit der Fotografie, 18 Prozent zumindest teilweise. Hinzu kommt eine Gruppe (6 Prozent) aus dem Bereich der Kunstfotografie. Im Durchschnitt haben die Teilnehmer 19,4 Jahre Foto-Erfahrung und kommen zu 46 Prozent aus Nordamerika und zu 43 Prozent aus Europa.

"Wir sind fest überzeugt davon, dass die Fotoindustrie auch bei der Digitaltechnik auf die Fotografen hören muss. Sie sind ihre Kunden, sie wollen mit dem Medium ihre Kreativität ausdrücken oder Geld verdienen", so Calvin Jones, der als Statistiker und Forscher die Umfrage entwickelte und analysierte.

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LC 27. Apr 2006

Noch eine ganz einfache Lösung: Man kauft keine Betriebssysteme von Herstellern, die...

DiplWirtschafts... 26. Apr 2006

GAAAANZ einfach, wenn Du aus einem RAW ein BMP oder (was gängiger währe) ein TIFF machst...

lx22 25. Apr 2006

wäre es schon, aber wie bekommst du deine Fotos ins DNG-Format wenn der Kamera...



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