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Microsoft will Internetsuche revolutionieren

Suchmaschine per Handy-Foto abfragen. Microsoft forscht derzeit an einer Technik, um Fotos als Basis von Suchanfragen nutzen zu können. Das als Photo2Search bezeichnete Projekt soll dem Nutzer die Möglichkeit geben, Fotos an eine Suchmaschine weiterzureichen, die etwa zu einem fotografierten Restaurant die Adresse, Nutzerkommentare oder andere relevante Informationen liefert.
/ Ingo Pakalski
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Bereits seit Ende 2004 arbeitet Microsoft an der Technik namens Photo2Search. Damit soll Nutzern vor allem die lästige Eingabe von Suchphrasen abgenommen werden. Nach den Plänen von Microsoft werden Kunden dann Suchmaschinen mit Anfragen füttern können, indem einfach ein Schnappschuss eines Objekts aufgenommen wird. Photo2Search soll dann automatisch erkennen, welche Informationen der Nutzer erwartet und diese dann entsprechend bereitstellen.

Die Technik ließe sich dann für unterschiedliche Situationen einsetzen. Als ein Beispiel sieht Microsoft den Fall, dass der Nutzer ein neues Restaurant entdeckt. Er macht mit seinem Kamera-Handy ein Foto und leitet dieses an die Suchmaschine. Als Resultat bekäme er dann etwa Informationen, wie andere Kunden das Restaurant beurteilen. Aber auch Details wie Öffnungszeiten, Telefonnummer oder Webseite ließen sich darüber abfragen. Der Clou daran ist, dass der Nutzer keinen Suchbegriff mehr eingeben muss, sondern lediglich auf Grund eines weitergeleiteten Fotos all diese Informationen erhält.

Ein weiteres Einsatzszenario wären etwa Informationen zu einem neuen Kinofilm, von dem einfach das Filmplakat abfotografiert wird. Aber auch Produkte in einem Laden ließen sich mit Preisen bei anderen Händlern vergleichen, indem dieses abgelichtet und an eine Suchmaschine weitergereicht wird.

Eine große Herausforderung stellt bei dieser Technik dar, dass die Software erkennen muss, welcher Bereich auf einem Foto für eine Anfrage relevant ist. Außerdem müssen zu einem Foto andere Bilder treffsicher gefunden werden, indem dieses mit einer Bilddatenbank abgeglichen wird. Dazu wurden Algorithmen entwickelt, mit denen Bilder identifiziert und zugeordnet werden sollen. Diese werden derzeit von Microsoft auf Herz und Nieren geprüft.

Wann aus dem Forschungsprojekt ein marktreifes Produkt wird, kann auch Microsoft noch nicht absehen.


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