Abo
  • IT-Karriere:

Alternativer Compiler LLVM 1.7 mit großen Fortschritten

Unterstützung für inline Assembler und GCC 4.0

In der Version 1.7 wartet der alternative Compiler LLVM mit umfangreicher Unterstützung von Vektorisierung für Intels SSE und Altivec der PowerPCs sowie verbesserten Optimierungen und Code generierenden Backends auf. Damit wird LLVM fit für den Alltagseinsatz und auch eine Integration in den GCC wird ob der interessanten Ansätze von LLVM diskutiert.

Artikel veröffentlicht am ,

Für die interne Darstellung des Programmflusses verwendet LLVM ein eigenes virtuelles Instruction-Set, das eine virtuelle Maschine auch direkt ausführen kann. Der Vorteil ist, dass wie bei Java auch von C, C++ und Objective C Code portable Binaries erstellt werden können, die erst auf dem Zielsystem von einem Just-In-Time Compiler in nativen Code übersetzt werden. Dies ermöglicht nicht nur die Auslieferung portabler Anwendungen, sondern auch neue Optimierungen zur Link- und Laufzeit des Programms. Da dies auch einige GCC-Entwickler für kommende Versionen anstreben, wird sogar über die Verwendung von LLVM in GCC selbst diskutiert.

Stellenmarkt
  1. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
  2. BWI GmbH, Meckenheim

Anders als vorherige Versionen von LLVM kann die Version 1.7 jetzt auch mit inline Assembler umgehen und sollte so einen Großteil vorhandener Software übersetzen können. Die Zusammenarbeit von LLVM mit GCC 4.0 funktioniert bisher nur unter MacOSX. Seit LLVM-Hauptentwickler Chris Lattner von Apple für die Weiterentwicklung der Compiler-Infrastruktur angestellt ist, schreitet das Projekt deutlich schneller voran.

Unter den zahlreichen Verbesserungen in den Optimierungsschritten des Compilers ist auch Unterstützung für die automatische Vektorisierung unter Verwendung von SSE und Altivec, die, wie auch bei aktuellen GCC- und ICC-Versionen, Bild- und Videodaten verarbeitende Programme enorm beschleunigen können.

Die Anbindung an GCC, um dessen Sprach-Frontends sowie Code generierenden Backends zu verwenden, unterstützt jetzt die Version 4.0 der GNU Compiler Collection. Zurzeit ist diese Unterstützung aber auf MacOS X beschränkt. Die Verwendung von GCC 4.0 soll diverse Fehler beheben und wesentlich mehr Funktionen unterstützen.

Um auch ohne GCC guten Maschinencode zu generieren, wurde unter anderem das SPRAC-Backend komplett neu geschrieben und auch der Code-Generator für IA-64 soll jetzt deutlich schnelleren und kleineren Code erzeugen.

Laut Chris Lattner "ist der Compiler definitiv auf dem Weg, ein komplettes GNU/Linux-System übersetzen zu können" - wie Apple LLVM in zukünftigen OSX-Versionen verwenden will, etwa um Universal Binaries abzulösen, ist noch nicht näher bekannt.

Auf der LLVM-Homepage des Projekts finden sich die Release Notes sowie die Quelltexte und eine umfangreiche Dokumentation. [von René Rebe]



Anzeige
Top-Angebote
  1. 116,13€
  2. 229,99€
  3. 44,53€ (Exklusiv!) @ ubi.com
  4. 25,00€ (Bestpreis!)

Plattler 23. Apr 2006

100% ACK. Es gab mal vor Urzeiten (90er Jahre) einen ###sauguten### grfischen Debugger...

Crest 21. Apr 2006

Dies ist kein ersatz für Universal Binaries, weil es die Performance des Host-Computers...

Nifty 21. Apr 2006

die plattformunabhängigkeit ist eion nebenefect, da die "Low Level Virtual Machine...


Folgen Sie uns
       


Doom Eternal angespielt

Slayer im Kampf gegen die Höllendämonen: Doom Eternal soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Doom Eternal angespielt Video aufrufen
Faire IT: Die grüne Challenge
Faire IT
Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
  2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
  3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
Hyundai Kona Elektro
Der Ausdauerläufer

Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter
  2. Elektroauto Porsches Elektroauto Taycan im 24-Stunden-Dauertest
  3. Be emobil Berliner Ladesäulen auf Verbrauchsabrechnung umgestellt

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

    •  /