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BMW- und Renault-Autos warnen sich gegenseitig vor Unfällen

Fahrzeuge als virtuelle Warndreiecke. Bislang sind Autos nach außen hin relativ stumm: Sie können zwar teilweise Werkstätten oder Rettungsleitstellen anfunken, doch mit anderen Autos ihrer eigenen Marke oder gar der Konkurrenz können sie überhaupt keinen Kontakt aufnehmen. Nun haben BMW und Renault begonnen, Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikationssysteme zu entwickeln, die untereinander Daten austauschen können.
/ Andreas Donath
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Beispielsweise können sich die Fahrzeuge dann gegenseitig warnen. BMW beschreibt ein Szenario, bei dem ein vorbeikommender Fahrer einen Unfall per Knopfdruck meldet. Die Rettungsleitstelle erhält die per GPS erfassten Koordinaten der Unfallstelle. Das Auto arbeitet aber zudem wie ein virtuelles Warndreieck und meldet Fahrzeugen, die demnächst die Unfallstelle passieren, die Gefahr. Damit auch Fahrzeugführer ohne derartige Systeme profitieren, werden auch die Verkehrsleitzentralen informiert und können mit Hilfe der Radio-Datendienste Hinweise ausstrahlen.

BMW und Renault haben dieses gemeinsam entwickelte Rettungsszenario zwischen ihren Fahrzeugen der EU-Kommission in München vorgestellt. "BMW und Renault erreichen damit einen bedeutenden Meilenstein" , sagt Juhani Jääskeläinen, stellvertretender Leiter innerhalb des Direktorats "Information Society and Media" der Europäischen Kommission.

"Zwischen zwei Herstellern demonstrieren sie mittels der Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation eine Sicherheitsanwendung. Diese Initiative begrüßen wir ausdrücklich. Sie verdeutlicht den Fortschritt bei der Harmonisierung und Standardisierung mit Hilfe der Förderung durch die EU."

Seit 2004 sind BMW und Renault Partner im europäischen Forschungsprojekt Global System for Telematics (GST)(öffnet im neuen Fenster) . Das von der EU unterstützte Projekt entwickelt eine offene Architektur für interoperable Telematik-Anwendungen.

Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit sollen dem Car-to-Car Communication Consortium(öffnet im neuen Fenster) zukommen, das aus acht Automobilherstellern und zwölf Forschungspartnern besteht. Es führt die Ergebnisse aus europäischen und nationalen Forschungsprojekten zusammen und will einen Industriestandard basierend auf einer weltweit harmonisierten Funkfrequenz für die Car-to-X-Kommunikation entwickeln.


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