Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Bei Intel schrumpfen Umsatz und Gewinn

Korrigierte Prognosen für das erste Quartal 2006 erfüllt. Seine Anfang März 2006 nach unten angepassten Schätzungen hat Intel erreicht. Dennoch ging vor allem der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38 Prozent zurück. Für das Gesamtjahr erwartet Intel nun einen Umsatzrückgang von drei Prozent.
/ Nico Ernst
8 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Insgesamt konnte Intel im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006 einen Umsatz von 8,9 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und machte dabei einen Nettogewinn von 1,3 Milliarden US-Dollar oder 23 Cent pro Aktie. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergibt sich ein Verlust von 5 Prozent beim Umsatz und 38 Prozent beim Gewinn. Damit hat Intel im abgelaufenen Quartal den niedrigsten Gewinn seit zweieinhalb Jahren erzielt.

Ursprünglich hatte Intel einen Umsatz zwischen 9,1 und 9,7 Milliarden US-Dollar erwartet, diese Prognose aber dann auf einen Bereich von 8,7 bis 9,1 Milliarden angepasst. Dies war die zweite Umsatz- und Gewinnwarnung in Folge.

Als Gründe für die schwachen Ergebnisse nannte Intel in einer ausführlichen Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) geringere Umsätze mit Prozessoren, Chipsätzen, Flash-Speicher und Mobil-Komponenten für PDAs und Handys – also quer durch alle Bereiche. Vor allem in Europa schrumpfte der Umsatz um 19 Prozent, auf dem amerikanischen Kontinent um 2 Prozent, und auch im asiatischen Raum noch um 3 Prozent. 8 Prozent zulegen konnte Intel dagegen in Japan, vor allem angetrieben durch den Notebook-Boom.

Intel-CEO Paul Otellini macht vor allem die hohen Lagerbestände bei seinen Kunden für die aktuellen Zahlen verantwortlich – von sinkenden Marktanteilen, wie Intel noch in seiner Gewinnwarnung schrieb, ist nun nicht mehr die Rede. Deutlich wird Otellini aber bei den Hoffnungen, die Intel auf die neue Core-Architektur setzt: "Im dritten Quartal werden wir neue Prozessoren, die auf der Intel Core-Mikroarchitektur aufbauen, vorstellen. Dies wird uns die Leistungsführerschaft über alle Segmente wie Server-, Desktop- und Mobilsysteme sichern und das Fundament für ein starkes zweites Halbjahr sein."

Bis es soweit ist, muss Intel noch durch ein hartes zweites Quartal. Das Unternehmen erwartet dafür einen Umsatz zwischen 8 und 8,6 Milliarden US-Dollar – auch das läge deutlich unter dem Vorjahresquartal, wo noch 9,2 Milliarden umgesetzt werden konnten.


Relevante Themen