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Liquavista: Neue Display-Technik wird marktreif

Neues Unternehmen von Philips gegründet. Die schon geraume Zeit durch die Medien geisternde Display-Technologie des "Electrowetting" soll nun zu konkreten Produkten werden. Philips hat dafür ein Tochterunternehmen gegründet.
/ Nico Ernst
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Die Liquavista B.V. wurde zusammen von Philips und dem Investment-Unternehmen New Venture Partners aus der Taufe gehoben. Sie soll das noch im Laborstadium befindliche Electrowetting kommerzialisieren. Erste Prototypen will Philips im Juni auf einer Tagung der "Society for Information Display" in San Francisco zeigen.

Electrowetting basiert auf der Tatsache, dass sich Öl und Wasser abstoßen. Zudem gibt es Oberflächen, an denen sich Flüssigkeiten nur schwer anlagern – die also ein Benetzen ("wetting") verhindern. Philips hat nun eine Membrane entwickelt, deren Wetting-Eigenschaften sich durch Anlegen einer Spannung verändern. Das Wasser verdrängt dabei das gefärbte Öl, das sich zu einem dicken Tropfen formt, dieser bildet schließlich den Bildpunkt. Angaben zu den verwendeten Materialien machten die Forscher nicht.

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Displays auf Basis dieser Technologie lassen sich sowohl in mehreren Einzelfarben als auch als Vollfarb-Display herstellen. Sie sollen laut Philips weit weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Anzeigen und auch in sehr hellen Umgebungen ablesbar sein. Die Entwickler sehen vor allem bei mobilen Geräten wie Handys, MP3-Playern, Kameras und in Fahrzeugen Einsatzbereiche – PDAs werden nicht genannt, offenbar reicht hier die Auflösung und Displaygröße noch nicht aus.


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