Mecklenburg-Vorpommern setzt auf IP-Telefonie
Innenminister Dr. Gottfried Timm betonte, dass bei den Überlegungen zur Ablösung der alten Technik neben den technischen Vorzügen der IP-Telefonie insbesondere die damit verbundenen Einparmöglichkeiten entscheidend waren.
"Die Landesregierung wird künftig keine eigenen Telefonanlagen mehr betreiben und stattdessen die vorhandenen Netze in den Behörden sowie das Landesverwaltungsnetz LAVINE für die Sprachkommunikation nutzen." Er erwartet Einsparmöglichkeiten von rund 15 Millionen Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren.
2007 sollen rund 14.000 Anschlüsse in über 80 Dienststellen der Landesverwaltung mit IP-Telefonie ausgestattet werden. Darunter sollen alle Ministerien sein. Vor der Einführung steht eine europaweite Ausschreibung um einen Anbieter zu finden. Mittelfristig soll die IP-Telefonie flächendeckend eingeführt werden, um in der Landesverwaltung eine einheitliche Kommunikationsinfrastruktur aufzubauen.
Einer Studie der Unternehmensberatung Accenture zufolge hat sich "Voice over IP" in deutschen Unternehmen bereits von der Nische hin zur Massenanwendung entwickelt - in jedem vierten Unternehmen werden bereits erste VoIP-Lösungen eingesetzt oder befinden sich im Testbetrieb.
Die Studie von Februar 2006 geht davon aus dass bei den Großunternehmen bereits eine VoIP-Durchdringung von 30 Prozent stattgefunden hat - weitere 41 Prozent davon wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre VoIP einsetzen. Hauptgrund für die Umstellungen sind auch hier die entstehenden Kostenvorteile.



