GeForce Go 7900 - Highend-Grafik für Notebooks

Gedacht sind die neuen Grafikchips folglich auch nicht für Business-Anwender, die mit ihrem Notebook Tag für Tag fernab jeder Steckdose arbeiten müssen. Die GPUs eignen sich vielmehr für Spieler, die keine Desktop-Systeme mehr mit zu Turnieren schleppen wollen, oder für private Anwender, deren Blechkasten-PC durch ein Notebook ersetzt werden sollen, was dann "Desktop Replacement" genannt wird.
Die neuen Grafikprozessoren sind wie ihre Desktop-Pendants in 90 Nanometern Strukturbreite hergestellt. Das allein drosselt den Strombedarf, sie sind jedoch zusätzlich noch deutlich geringer getaktet. So kommt der GeForce Go 7900 GTX mit einem effektiven Chip- und Speichertakt von 500 bzw. 600 MHz daher, während er auf PCIe-Steckkarten im stationären Rechner 650 bzw. 800 MHz erreichen darf. Das neue Top-Modell unter Nvidias mobilen GPUs verfügt aber mit 24 Pixel-Shadern und 8 Vertex-Einheiten über gleich viele Rechenwerke wie der immobile 7900 GTX. Dennoch zieht der neue Notebook-Grafikchip bis zu 45 Watt aus Akku oder Steckdose und ist damit wohl vor allem auf Schreibtischen und nicht auf dem Schoss von Anwendern anzutreffen.
Bei der Auswahl eines Notebooks ist auch darauf zu achten, welcher Grafikspeicher verwendet wird. Die neuen mobilen GPUs können von herkömmlichem DDR2-Speicher bis zu GDDR1 und GDDR3 alle gebräuchlichen Typen über einen 256 Bit breiten Bus ansteuern. Nur mit GDDR3 sind sie aber besonders schnell. Die weiteren Features der neuen Mobil-GPUs – wie PureVideo und Support für Shader Model 3.0 – entsprechen den Desktop-Chips.
Das Interface zum Chipsatz ist bei allen Bauformen des GeForce Go PCI-Express mit 16 Lanes. Den Notebook-Herstellern steht es frei, GPUs und Speicher auf dem Mainboard des Rechners zu integrieren oder Nvidias MXM-Module zu verwenden, die als wechselbare Grafikkarten im Notebook dienen – Upgrades sind jedoch nur selten zu haben, da auch der Rest eines Notebooks sich schnell weiterentwickelt. Die Herstellung von Aufrüst-Karten im MXM-Format lohnt sich für die Firmen kaum.
Je nach Bauform der Grafiklösung dürfen die Notebook-Designer auch die Taktfrequenzen der GPU und deren Speicher variieren – auch darauf gilt es beim Kauf zu achten. Nvidia stellt seinen direkten Kunden auch frei, die generischen Grafiktreiber zuzulassen. Notebook-Hersteller, die das nicht wollen, werden über eine Liste in den Treiberdateien gesperrt. Wer solch ein Notebook erwischt hat, muss sich mit inoffiziellen Lösungen wie den Omega-Treibern behelfen.



