Abo
  • IT-Karriere:

Minix auf Xen portiert

Beta-Version von Minix 3.1.2 ebenfalls erschienen

Das Unix-Betriebssystem Minix 3.1.1 wurde auf die Virtualisierungssoftware Xen portiert. Minix kann damit ab sofort auch als virtuelle Maschine unter Xen laufen, die Portierung ist jedoch noch im Gange, weshalb ein sinnvoller Einsatz bisher nicht möglich ist. Minix selbst ist unterdessen in einer neuen Beta-Version erschienen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Im Rahmen seines Studiums hat Ivan Kelly das Unix-Betriebssystem Minix auf den Hypervisor Xen portiert, so dass es in einer Xen-Domain laufen kann. Dafür nahm er Veränderungen an verschiedenen Teilen des Betriebssystems vor. In der aktuellen Version hat er jedoch nur den Mikrokernel von Minix 3.1.1 sowie den Konsolentreiber portiert. Einen speziell für Xen angepassten Konsolentreiber schrieb Kelly ebenfalls und integrierte diesen in den Treiber von Minix. Andere Teile wie der Prozess-Manager laufen ohne Anpassung unter Xen. Allerdings verfügt die Minix-Portierung bisher über keine Treiber für virtuelle Netzwerkschnittstellen und blockorientiere Geräte wie eine Festplatte. Damit kann man Minix zwar bereits unter Xen starten, aber noch nicht richtig benutzen.

Stellenmarkt
  1. Software AG, Darmstadt, Saarbrücken
  2. PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt an der Saale, Amberg

Die Minix-Portierung funktioniert nur mit Xen 2.0.7, soll jedoch auf Xen 3 portiert werden. Damit ist laut Kelly jedoch nicht vor Herbst 2006 zu rechnen. Ein Treiber für virtuelle, blockorientierte Geräte soll hingegen im Sommer 2006 verfügbar sein.

Minix selbst ist mittlerweile in Version 3.1.2 Beta 3 erschienen, die einige neue Pakete wie Ack, Bison, CVS, Elvis, OpenSSL, Perl und Python umfasst. Außerdem enthält die dritte Betaversion ein X-Window-System und soll eine erhöhte Zuverlässigkeit bieten, beispielsweise wenn Treiber abstürzen.

Minix wurde ursprünglich 1987 von Andrew S. Tanenbaum für den Einsatz in Universitäten entwickelt, da der Unix-Quellcode den Universitäten nicht mehr zur Verfügung stand. Tanenbaum entwickelte daraufhin den Minix-Kernel und beschrieb dies auch in seinem Buch "Operating Systems - Design and Implementation". Das System kommt mit einem 386er mit 16 MByte RAM aus. Minix diente damals auch Linus Torvalds als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Linux.

Minix für Xen steht ab sofort zum Download bereit, Minix 3.1.2 Beta 3 ist unter minix3.org verfügbar.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,99€ (Bestpreis!)
  2. 114,99€ (Release am 5. Dezember)
  3. 239,00€

Vittorio Cieri 06. Sep 2006

Osolet? you mean "old"?... Okay. you are no idea...MINIX was a decade after UNIX and is a...

Der dicke Heinz 16. Apr 2006

"Minix selbst ist mittlerweile in Version 3.1.2 Beta 3 erschienen, die einige neue Pakete...

screne 13. Apr 2006

Ach... Aufrund eines Gerüchts hast Du Dur schon eine Meinung gebildet... Wen kümmert das...

Systemintegrator 13. Apr 2006

Aus der FAQ: "You need an Intel 386 or higher with 4 MB of RAM". Ich find's klasse, dass...

DeinNameStimmt 13. Apr 2006

Sinnloses Gefasel.


Folgen Sie uns
       


Asus Prime Utopia angesehen

Asus zeigt auf der Computex 2019 eine Ideenstudie für ein neues High-End-Mainboard.

Asus Prime Utopia angesehen Video aufrufen
Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

    •  /