Mega-SIM-Karten mit 1 GByte Flash-Speicher für Handys
Die Mega-SIM-Plattform kombiniert höhere Speicherdichte, schnelle Datenprotokolle und Kryptofunktionen. M-Systems hat DRM (Digital Rights Mangement) integriert und gleich noch Authentifizierungs-Hardware-Komponenten vorgesehen. Auch Java und Micro-Browsing scheinen unterstützt zu werden. Insgesamt wird die bestehende SIM-Karten-Architektur erweitert, die gültigen Industriestandards nach 3GPP Release 5 und Release 6 sollen dabei weiter gelten.
Die Entwicklung der Mega-SIM-Karten-Reihe zählt als großer Schritt auf dem SIM-Karten-Markt, so Simone Cavallo, Manager bei M-Systems. Bislang werden standardmäßig Kärtchen mit nur 64 MByte Speicher eingesetzt. Die erste, im Oktober 2004 vorgestellte Mega-SIM-Karte mit 256 MByte Flash-Kapazität konnte sich bislang jedoch kaum verbreiten. Inwieweit sich der SIM-Speicher als Konkurrenz zu herkömmlichen Speicherkarten durchsetzen wird, muss sich zeigen. Der Bedarf an viel Datenstauraum macht jedenfalls jedes Musik- oder Foto-Handy deutlich. Daher besitzen viele aktuelle Mobiltelefone bereits einen Speicherkartensteckplatz.
Mit der Mega-SIM-Karte können Handy-Hersteller in Zukunft in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern aus einem Portfolio an verschiedenen SIM-Kartengrößen von 32 KByte bis 1 GByte auswählen. Im zweiten Quartal 2006 soll die 512-MByte-Variante zur Verfügung stehen, im dritten Quartal 2006 folgt die 1-GByte-Version der Mega-SIM-Karte von M-Systems.
Die ersten Handys mit der Mega-SIM-Karte sollen von LG kommen und bei dem französischen Telekom-Anbieter Orange angeboten werden.
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