Studie: Investitionen in Linux steigen 2006

TechConsult rechnet mit 41-prozentigem Anstieg

Eine Studie der TechConsult GmbH untersucht den Linux- und Open-Source-Markt 2005 bis 2007. Die Marktforscher rechnen damit, dass die Investitionen in Linux und Open Source 2006 die Wachstumsraten jedes anderen ITK-Marktsegments übersteigen werden. Derzeit ist Windows auch auf Servern noch verbreiteter als Linux, während das freie Betriebssystem eher bislang unter Unix und Netware laufende Systeme übernimmt.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Investitionen im Bereich Open Source in Hardware werden laut TechConsult 2006 um etwa 14 Prozent, in Software um 24 Prozent steigen. Bei Investitionen in Linux- und Open-Source-Dienstleistungen rechnen die Marktforscher allerdings mit einem Anstieg um 41 Prozent. Für die Studie wurden im November und Dezember 2005 insgesamt 1.185 Entscheider deutscher Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. 33 Prozent der Befragten setzen Linux bereits auf Servern ein, 8 Prozent zusätzlich auf Clients. Vornehmlich handelt es sich um heterogene Landschaften, in denen also sowohl proprietäre als auch freie Lösungen zum Einsatz kommen.

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Laut TechConsult hat Microsoft auch auf dem Server noch immer die Rolle des Marktführers inne, während Linux eher auf Kosten von Unix und Netware an Marktanteilen gewinnt. Ein Grund für diese Zunahme sieht TechConsult in Novells Bekenntnis zu Linux. Die Studie hält fest, dass Linux besonders im Bereich der Telekommunikationsindustrie beliebt ist und als ideale Plattform für Datenbanken gilt. Doch auch als Applikationsserver für ERP und CRM hat Linux Potenzial. Auf Clients hingegen ist das freie Betriebssystem noch selten anzutreffen und wenn, dann eher auf Thin-Clients. Auch hier setzen Telekommunikationsunternehmen Linux häufig ein, doch auch der Handel nutzt Linux bereits auf Clients.

Linux und andere freie Software haben sich laut TechConsult ihren Platz vor allem auf unteren Ebenen in der IT-Infrastruktur gesichert und kommen hauptsächlich auf Web- und File-Servern zum Einsatz. Im Sicherheitsbereich spielt freie Software ebenfalls eine große Rolle. Das Problem beim Einsatz auf dem Desktop sehen die Marktforscher in den fehlenden Fachanwendungen, beispielsweise für die Industrie. Doch auch die noch zu geringe Verbreitung von OpenOffice.org sei häufig ein Argument gegen Linux. Nur 15 Prozent der Befragten glauben daran, dass Linux in Zukunft bestehende Windows-Clients ersetzen wird.

Investitionen im Open-Source-Bereich sollen sich 2006 vor allem auf Weiterbildungsmaßnahmen beziehen, aber auch in die Installation und Konfiguration sowie in die Administration bestehender Systeme soll investiert werden. Damit erreicht der Markt für Dienstleistungen im Linux- und Open-Source-Umfeld für 2006 ein geschätztes Volumen von 127 Millionen Euro und damit eine Steigerung um 41 Prozent zum Vorjahr. Die beliebtesten Anbieter von Open Source sind laut TechConsult Novell bzw. Suse, Red Hat und IBM. Oracle, HP und Sun werden ebenfalls als bekannte Anbieter wahrgenommen.

Befragt wurden 1.185 IT-Entscheider, wobei neben Telefoninterviews auch Fragebögen mit 36 offenen und geschlossenen Fragen eingesetzt wurden. Die Studie soll außer der Untersuchung des Marktes auch Gründe für den Linux-Einsatz aufzeigen. Die Kriterien der Anwender zur Auswahl eines Anbieters möchte die Studie ebenfalls beleuchten. Insgesamt umfasst sie 100 Seiten und 45 Abbildungen und ist in englischer Sprache bei TechConsult für 1.995,- Euro erhältlich.

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