Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

GI will keinen Verkauf von Personalausweisdaten an Private

Biometrische Daten können Rückschlüsse auf Gesundheitszustand erlauben. Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) lehnt Überlegungen des Bundesinnenministeriums grundlegend ab, bei der Einführung neuer Personalausweise die erfassten Daten auch an Privatunternehmen zu verkaufen. So könnten die E-Personalausweise, die ähnlich wie die neuen Reisepässe aufgebaut werden sollen, finanziert werden.
/ Andreas Donath
39 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der geplante neue elektronische Personalausweis soll nach Angaben der GI neben der Unterschrift, Fingerabdrücken und Gesichtsbild auch andere biometrische Daten enthalten. Die GI befürchtet, dass gerade biometrische Daten Aussagen zum Gesundheitszustand und anderen höchst prekären Schlüssen zulassen.

So könnten die Daten ausgewertet werden, um den Bürger informationell und auch gesundheitlich zu durchleuchten. Die Kombination des Namens und der Anschrift mit biometrischen Merkmalen führt zu Auswertungs- und Überwachungsmöglichkeiten, die nicht mehr transparent sind, fürchtet die Fachgesellschaft zur Förderung der Informatik.

Hartmut Pohl, Sprecher des GI-Arbeitskreises "Datenschutz und IT-Sicherheit", sagte, dass es nicht Aufgabe der Regierung sei, Interessierten einen vollständigen und nicht mehr beherrschbaren Zugriff auf personenbezogene Daten zu ermöglichen oder auch nur zu erleichtern.


Relevante Themen