Ältere nutzen Internet gegen Vereinsamung
Diejenigen der Generation 50plus, die online sind, verhalten sich den Ergebnissen der Studie nach nicht wie Technikmuffel, sondern stellen vielmehr interessierte Techniknutzer dar. Für die Mehrzahl der Befragten sind der Computer und das Internet fester Bestandteil des Alltags geworden. 71 Prozent der Silver Surfer nutzen bereits seit drei Jahren das Internet.
Aktuelle Informationen sind für 51 Prozent der Onliner das überzeugende Argument, ins Netz zu gehen. Für 44 Prozent ist die Kommunikationsmöglichkeit entscheidend. "Mitreden können" ist für 34 Prozent ein wichtiges Motiv.
"Viele der Befragten machen den Schritt zu Computer und Internet sehr bewusst. Digitale Integration ist für die Generation 50plus ein wichtiges Thema. Die Befragten sehen erhebliche Nachteile für diejenigen, die noch nicht online sind", so Prof. Barbara Schwarze (Vorstandsvorsitzende des Kompetenzzentrums Technik – Diversity – Chancengleichheit und D21-Vorstand). "Zwei Drittel von ihnen rechnen mit Benachteiligungen fürs gesellschaftliche Leben und bei der künftigen Versorgung mit Dienstleistungen", so Schwarze weiter.
Fast 50 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer nutzen Computerkurse für den Erwerb von Medienkompetenz; 65 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer halten sich zudem an ihre Kinder und Freunde.
79 Prozent der Befragten gehen täglich online, weitere 17 Prozent mindestens einmal die Woche. Unter den typischen Computerarbeiten stehen das Websurfen (93 Prozent), das Schreiben von Texten (91 Prozent), E-Mail (86 Prozent) und Bildbearbeitung (72 Prozent) im Mittelpunkt.
Die Studienergebnisse können kostenlos unter www.50plus-ans-netz.de(öffnet im neuen Fenster) als PDF(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden. Die Ergebnisse sind Teil einer Sonderauswertung der Befragung "(N)ONLINER Atlas 2005", der am 11. Juli 2006 erscheinen soll.
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