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Wikinger: Ein Wiki für die Wissenschaft

Software soll Personen-, Funktions- und Ortsbezeichnungen gezielt finden. Das Forschungsprojekt "Wikinger" will neue Kommunikationswege im Netz eröffnen und ein Informationsmanagement in Wissenschaft und Forschung ähnlich der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia schaffen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 1 Million Euro gefördert.
/ Jens Ihlenfeld
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Der Name "Wikinger" steht für "Wiki Next Generation Enhanced Repository", entwickelt wird das Ganze von den Computerlinguisten der Universität Duisburg-Essen um Professor Dr. Wolfgang Hoeppner, dem Fraunhofer Institut für Medienkommunikation (IMK) in St. Augustin und der Kommission für Zeitgeschichte (KfZG) in Bonn.

Erprobt werden die neuen Verfahren an einer konkreten Aufgabe aus der katholischen Zeitgeschichte. Die Forscher erstellen ein webbasiertes "Biographisch-bibliographisches Handbuch für das katholische Deutschland". Wiki-typisch sollen Wissenschaftler die Texte direkt im Browser erstellen und bearbeiten können und ein schneller und effektiver Auf- und Ausbau eines Informationsnetzes folgen.

Wikinger soll mehr sein als nur eine Wissensplattform, vor allem eine automatische Namenerkennung steht im Vordergrund. Die Projektteams haben dazu Verfahren entwickelt, mit denen sich Personen-, Funktions- und Ortsbezeichnungen in großen Datenmengen finden lassen. Das semantische Web soll eine Suche gezielt nach inhaltlichen Gesichtspunkten ermöglichen statt nur nach der Buchstabenfolge.

Einmal erfolgreich entwickelt soll sich Wikinger auf alle anderen Forschungsgebiete, sei es in den Geistes-, Ingenieur- oder Naturwissenschaften, übertragen lassen.


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