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IT-Dienstleister sorgen sich nicht wegen Offshore-IT-Firmen

Wenige beauftragen ihrerseits Offshore-Unternehmen oder beackern Auslandsmärkte

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Berlecon Research sehen sich nur wenige deutsche IT-Dienstleister durch das Angebot von IT-Firmen im Ausland bedroht, die sich auf dem heimischen Markt als Offshore-Anbieter profilieren wollen.

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Nur etwa acht Prozent der IT-Dienstleister sehen in Offshore-Angeboten eine ernstliche Konkurrenz. Dagegen sind 46 Prozent der IT-Services-Anbieter der Meinung, sich auf Bereiche spezialisieren zu können, bei denen Anbieter aus dem Ausland keine Preisvorteile hätten. Dazu würden vor allem Arbeiten mit hohen Anforderungsprofilen zählen und die auch viel Kundenkommunikation erfordern. Gerade solche Tätigkeiten seien aber nur bedingt Offshore-tauglich.

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Sich der Offshore-Konkurrenz allein durch Spezialisierung auf Teilbereiche mit hohem Anforderungsprofil zu entziehen, könne dauerhaft aber nicht erfolgreich sein, meint Dr. Andreas Stiehler von Berlecon: "Zum einen dürfte sich durch die Fokussierung vieler deutscher Anbieter auf diese Segmente auch hier der Druck auf die Preise verstärken. Zum anderen ist zu erwarten, dass die fortschreitende Standardisierung im IT-Services-Umfeld dauerhaft den Markteintritt von Offshore-Anbietern auch in Segmenten am oberen Ende der Wertschöpfungskette erleichtert".

Berlecon empfielt den IT-Dienstleistern, ihrerseits Offshore-Möglichkeiten zu nutzen und die Internationalisierung voranzutreiben. Dr. Andreas Stiehler: "Durch die Integration von Offshore-Komponenten in eigene Dienstleistungen können sich die Anbieter durchaus Wettbewerbsvorteile verschaffen, derzeit nutzen aber nur 22 Prozent der IT-Dienstleister diese Chance."

Doch nicht nur bei der geringen Verlagerung von Arbeiten ins Ausland, sondern auch bei den Absatzbemühungen der deutschen IT-Dienstleister sieht Berlecon Probleme. Durch die Konzentration auf den Heimatmarkt ist zu befürchten, dass Chancen in Wachstumsmärkten wie China oder Osteuropa vertan werden und die deutschen IT-Dienstleister hinter der ausländischen Konkurrenz zurückfallen.

Mehr als 75 Prozent der befragten IT-Dienstleister rechnen bei Umsatz und Auftragsbestand für 2006 mit Steigerungen, allerdings auch einem Druck auf die Preise. Sie erwarten Preissteigerungen am ehesten bei Tätigkeiten mit hohen Anforderungsprofilen.

Für die Studie "Marktanalyse IT Services 2006" hat Berlecon IT-Dienstleister in Deutschland mit mindestens 50 Mitarbeitern ausgewählt. Insgesamt wurden 92 Unternehmen befragt.

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Michael Keuer 24. Apr 2006

Hallo Michael - alt, meine Erfahrungen sind die, daß nicht die IT'ler, sondern die...

foreach(:) 09. Apr 2006

ich find das immer super wenn jemand dieser workaholics sagt: dass Chancen in...


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