Bericht: Telekom will 100 Programme für Internet-TV anbieten
So könnte der Konzern das Triple-Play, also die Übermittlung von Fernsehen, IP-Telefonie und Internet mit Hilfe der gleichen Übertragungstechnik deutlich voranbringen und Satelliten- und Kabelnetzbetreibern Marktanteile abnehmen sowie gleichzeitig die eigenen Netze fördern. Nach Angaben der Zeitschrift sollen Verträge mit RTL, ProSiebenSat.1 sowie ARD und ZDF unterschriftsreif vorliegen.
Die großen Privatsendergruppen sollen für die Überlassung ihrer Programme je rund eine Million Euro erhalten, berichtet w&v. Schon Ende Februar 2006 bestätigte ein Telekom-Sprecher gegenüber dem Magazin "Focus Money", dass ein Anschluss an das neue VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz(öffnet im neuen Fenster) Voraussetzung sei, um die Bundesliga im Internet ansehen zu können. Wer herkömmlicher DSL-Kunde der Telekom ist, bleibt bei der Bundesliga-Übertragung im Netz außen vor. Ob dies auch auf die restlichen Sendeangebote, von denen w&v berichtet, zutrifft, ist unklar.
Das VDSL-Netz soll im Sommer 2006 in zehn Großstädten für insgesamt 2,9 Millionen Haushalte technisch verfügbar sein. Die Telekom erwartet, dass bis Ende 2007 nur eine Million oder weniger als drei Prozent der deutschen Haushalte tatsächlich an VDSL angebunden sein werden.