100-Dollar-Notebook: Design geändert, Auslieferung 2007
Einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) von Wired zufolge trat Negroponte Kritikern des ehrgeizigen Projekts deutlich entgegen: "Wenn sowohl Intel als auch Microsoft hinter einem her sind, weiß man, dass man etwas Richtiges tut", sagte er unter Beifall der Open-Source-Entwickler. Offensichtlich zielte der IT-Visionär vor allem auf Bill Gates, der Medienangaben zufolge das Design mit seinem "kleinen grünen Bildschirm" und der bisher noch geplanten Handkurbel für die Stromversorgung verspottet hatte.
An der Kurbel will Negroponte nun nicht mehr festhalten – wohl aber an einer Funktion zum Aufladen des Geräts per Muskelkraft. Die Kurbel habe sich am Notebook selbst als zu großer Hebel für das Gehäuse erwiesen, sie soll nun in das externe Netzteil wandern. Dabei biete sich auch an, den Mechanismus eher in Form eines Pedals zu gestalten, so Negroponte laut Wired.
Etwas zurückrudern musste der Visionär bei der gängigen Bezeichnung des "100-Dollar-Notebooks". Anfänglich soll die Herstellung des Geräts um 135 Dollar kosten, bis 2010 will man den Preis unter 50 Dollar drücken. Möglich macht diese Preise laut Negroponte die Stückzahl: Schon Anfang 2007 will die OLPC 5 bis 10 Millionen der Geräte in Argentinien, Ägypten, Brasilien, China, Indien, Nigeria und Thailand ausliefern. Wie sich das Projekt weiter verbreiten soll, zeigt eine Karte(öffnet im neuen Fenster) der OLPC.
Die Wohltätigkeitsorganisation hat bisher Gelder in Höhe von 29 Millionen US-Dollar aufgetrieben, sagte Negroponte. Sie stammen unter anderem von IT-Größen wie AMD, Google, dem Laptop-Hersteller Quanta, Red Hat und dem Medienkonzern News Corp. von Rupert Murdoch. Microsoft ist Negroponte zufolge noch immer ein potenzieller Partner. Derzeit untersuche man, ob sich Windows CE in das Konzept integrieren lasse.