100-Dollar-Notebook: Design geändert, Auslieferung 2007

Nicolas Negroponte tritt Kritikern entgegen

Das Projekt "One Laptop per Child" (OLPC) soll wie geplant fortgeführt werden, wenn auch mit leichten Änderungen an der Hardware. Dies bekräftigte der Ex-Direktor des MIT Media Lab, Nicolas Negroponte, zum Start der Konferenz LinuxWorld in Boston.

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Einem Bericht von Wired zufolge trat Negroponte Kritikern des ehrgeizigen Projekts deutlich entgegen: "Wenn sowohl Intel als auch Microsoft hinter einem her sind, weiß man, dass man etwas Richtiges tut", sagte er unter Beifall der Open-Source-Entwickler. Offensichtlich zielte der IT-Visionär vor allem auf Bill Gates, der Medienangaben zufolge das Design mit seinem "kleinen grünen Bildschirm" und der bisher noch geplanten Handkurbel für die Stromversorgung verspottet hatte.

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An der Kurbel will Negroponte nun nicht mehr festhalten - wohl aber an einer Funktion zum Aufladen des Geräts per Muskelkraft. Die Kurbel habe sich am Notebook selbst als zu großer Hebel für das Gehäuse erwiesen, sie soll nun in das externe Netzteil wandern. Dabei biete sich auch an, den Mechanismus eher in Form eines Pedals zu gestalten, so Negroponte laut Wired.

OLPC - Alte Version mit Handkurbel am Gehäuse
OLPC - Alte Version mit Handkurbel am Gehäuse

Die Elektronik soll weiterhin weniger als 2 Watt verbrauchen, damit man nur selten kurbeln oder treten muss. Ob statt der ursprünglich geplanten 500 MByte Flash-Speicher nun eine Festplatte vorgesehen ist, sagte Negroponte nicht. Der Bildschirm soll wie bisher 7 Zoll durchmessen und auch im Freien lesbar bleiben - aber auch das könne sich ändern, meinte Negroponte. Im urprünglichen Design ist auch ein mit 500 MHz getakteter Geode-Prozessor von AMD vorgesehen.

Etwas zurückrudern musste der Visionär bei der gängigen Bezeichnung des "100-Dollar-Notebooks". Anfänglich soll die Herstellung des Geräts um 135 Dollar kosten, bis 2010 will man den Preis unter 50 Dollar drücken. Möglich macht diese Preise laut Negroponte die Stückzahl: Schon Anfang 2007 will die OLPC 5 bis 10 Millionen der Geräte in Argentinien, Ägypten, Brasilien, China, Indien, Nigeria und Thailand ausliefern. Wie sich das Projekt weiter verbreiten soll, zeigt eine Karte der OLPC.

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Die Wohltätigkeitsorganisation hat bisher Gelder in Höhe von 29 Millionen US-Dollar aufgetrieben, sagte Negroponte. Sie stammen unter anderem von IT-Größen wie AMD, Google, dem Laptop-Hersteller Quanta, Red Hat und dem Medienkonzern News Corp. von Rupert Murdoch. Microsoft ist Negroponte zufolge noch immer ein potenzieller Partner. Derzeit untersuche man, ob sich Windows CE in das Konzept integrieren lasse.

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T.Wehner 20. Dez 2006

klar das es die in D nicht geben wird ,da haben alle Firmen Angst davor, das könnte Ihre...

Der Gilb 07. Apr 2006

Wieso Trugschluß? Nur weil der Name Microsoft in dem Produkt ist? Also ich kann Bill und...

Anonymer Nutzer 05. Apr 2006

Ja vorallem weil Bill Gates die Idee mit Windows CE garnich nannte sondern die...

CJ-Macht-sich... 05. Apr 2006

glaub net das deutschland es sich leisten kann überhaupt hilfsprojekte in anderen ländern...



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