Neue Details zu Intels Core-Architektur

Macro-Ops-Fusion wirkt nur auf drei Befehle

Intel stellte am heutigen 4. April 2006 in München der Presse seine Core-Architektur erneut vor. Cores Lead-Designer, Jack Doweck, verriet einige interessante Details zum Konzept der Macro-Ops-Fusion, an die sich vor allem Assembler-Programmierer gewöhnen müssen.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie bereits ausführlich berichtet, kann Intels Core-Architektur mehrere echte Assembler-Befehle zu einer Micro-Op zusammenfassen. Vier dieser Micro-Ops kann ein Core-Prozessor in einem Takt ausführen.

Stellenmarkt
  1. Business Analyst (d/m/w) Schwerpunkt Produktentwicklung
    TeamBank AG, Nürnberg
  2. Softwareentwickler (m/w/d) Python / Embedded Systems Medizintechnik
    EUROIMMUN AG, Dassow
Detailsuche

Unklar war bei der Vorstellung von Core auf dem IDF Spring 2006 noch, um welche Befehlspärchen es sich handelt. Jack Doweck, Leiter des Core-Entwicklungsteams bei Intel, erklärte in München, dass sich dieses Konzept tatsächlich nur auf drei Befehle und damit zwei Befehlspärchen auswirkt: Folgt nach einem Vergleich mit CMP ein Sprung mit JMP, ergibt sich eine Micro-Op. Das Gleiche gilt für die Folge von TEST und JMP.

Diese Befehlsketten treten, in Hochsprachen gesehen, bei fast jeder Schleife oder Verzweigung der Art IF-THEN-ELSE auf. Derartige Konstrukte sind laut Doweck so häufig, dass sich Intel entschieden hat, zunächst nur sie zu einer Micro-Op zusammenzufassen. Laut internen Tests ist ein Core-Prozessor mit dieser Möglichkeit alleine 10 Prozent schneller als ohne sie. Doweck verwies mit einem Schmunzeln darauf, dass man in Zukunft vielleicht auch noch andere Befehle zu einer Micro-Op fusionieren könne, verriet aber nicht, welche.

Etwas genauer als bisher erklärte Doweck auch die "Memory Disambiguation" von Core, die Golem bereits geschildert hatte. Bei diesem Verfahren kann der Prozessor spekulativ Daten laden, die vielleicht als Nächstes benötigt werden. Die Funktionseinheiten dafür, Prefetcher genannt, sollen Zugriffmuster erkennen und sich selbst regeln. Jack Doweck meinte, dass die Aggressivität der Prefetcher im schlimmsten Fall sogar Leistungsnachteile mit sich brächte. Daher gibt es in Core-CPUs vier maschinenspezifische Register, die sich über das BIOS abschalten lassen - für jeden Prefetcher pro Prozessorkern getrennt. Zur Laufzeit sollen sich diese Prefetcher aber nicht abschalten lassen. Da bleibt Programmierern offenbar noch viel Spielraum zum Testen der tatsächlichen Performance-Auswirkungen.

Golem Karrierewelt
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24./25.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die ersten CPUs mit Core-Architektur (Conroe für den Desktop, Merom für Notebooks und Woodcrest für Server) werden für Mitte 2006 erwartet, einen genauen Termin nannte Intel noch nicht. Um von Intel bewusst in Kauf genommenen Verwechslungen vorzubeugen: Auch wenn Intels aktueller Notebook-Prozessor "Core Duo" ("Yonah") das Core im Namen trägt, so basiert er doch noch auf der Banias-Architektur - er ist also noch keine "echte" Core-CPU.

Nach den umstrittenen Benchmarks auf dem letzten IDF mit einem 2,67 GHz schnellen Conroe gegen einen imaginären Athlon64 FX-62 begnügte sich Intel in München damit, eigene Produkte zu vergleichen. Echte Zahlen legte man nicht vor, aber handgestoppt war die Berechnung einer Excel-Tabelle mit dem Verfahren der "Bollinger-Bänder" zur Aktienanalyse auf dem 2,4-GHz-Conroe mehr als doppelt so schnell wie auf der Pentium Extreme Edition 955 mit 3,46 GHz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Floyd... 05. Apr 2006

ich hab auch nie behauptet das ich den zweiten prozessor (der ja nicht da ist) als...

AC 05. Apr 2006

So ist es bzw. war es. Der Loopmode des 68010 war eine Vorstufe zu einem 1st Level...

Floyd... 05. Apr 2006

das wohl nicht, wobei die vorstellung doch sehr reitsvoll ist :D mittelfristig gesehen...

.sol 05. Apr 2006

...sind Memory-Disambiguation und Prefetching zwei verschiedene Hüte und haben so direkt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Openweather
Eine Wetter-Uhr auf dem Raspberry Pi

Wir zeigen auf einem 64-x-64-LED-Panel mithilfe eines Raspberry Pi außer der Uhrzeit auch Wetterinformationen an. Die Programmierung erfolgt in C#.
Eine Anleitung von Michael Bröde

Openweather: Eine Wetter-Uhr auf dem Raspberry Pi
Artikel
  1. J.R.R. Tolkien: The Embracer Group kauft Der Herr der Ringe
    J.R.R. Tolkien
    The Embracer Group kauft Der Herr der Ringe

    Bis auf die Buchrechte gehört Der Herr der Ringe künftig zu The Embracer Group. Nebenbei kauft der Publisher mal wieder ein paar Spielestudios.

  2. Hybride Arbeit: Das Schlechteste aus zwei Welten?
    Hybride Arbeit
    Das Schlechteste aus zwei Welten?

    Frust plus Probleme statt Arbeiten im Grünen plus Kollegenkontakt: Hybrides Arbeiten misslingt oft - muss es aber nicht.
    Ein Ratgebertext von Jakob Rufus Klimkait und Kristin Ottlinger

  3. Eve Energy: BMW will wie Tesla 4680-Batteriezellen einsetzen
    Eve Energy
    BMW will wie Tesla 4680-Batteriezellen einsetzen

    BMW will zylindrische Batteriezellen in seinen künftigen Elektroautos im Format 4680 einbauen und es Tesla gleich tun.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 10%-Gaming-Gutschein bei eBay • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Palit RTX 3090 Ti 1.391,98€, Zotac RTX 3090 1.298,99€, MSI RTX 3080 Ti 1.059€) • PS5 bei Amazon • HP HyperX Gaming-Maus 29€ statt 99€ • MindStar (ASRock RX 6900XT 869€) • Bester 2.000€-Gaming-PC [Werbung]
    •  /