Filmstudios verlieren Interesse an PlayStation Portable

Spielfilm-UMDs laut Hollywood Reporter weiter auf dem absteigenden Ast

Während die PlayStation Portable (PSP) genügend Zulauf von Spieleentwicklern und Kunden erfährt, scheint Hollywood immer mehr das Interesse daran zu verlieren, Spielfilme auf den PSP-eigenen Medien anzubieten. Laut eines aktuellen Berichts des Hollywood Reporter sind nun mindestens zwei große Filmstudios abgesprungen - zuvor war nur von einer Einschränkung des Angebots auf Filme für eher jugendliche Zielgruppen die Rede.

Artikel veröffentlicht am ,

Laut dem Bericht "tröpfeln" die Verkaufszahlen für Filme auf den PSP-eigenen Universal Media Discs nur noch dahin. Dies führte bei verschiedenen Filmstudios erst dazu, dass die Zahl neuer UMD-Filmveröffentlichungen zurückging und erste Händler den Regalplatz für UMDs deutlich reduzierten. Nun soll Universal Studios Home Entertainment die Produktion von Spielfilm-UMDs gänzlich eingestellt haben, wie der Hollywood Reporter von anonym bleiben wollenden Universal-Managern erfuhr.

Auch bei Paramount Pictures Home Entertainment spielt die UMD mittlerweile keine Rolle mehr, hier heißt es offiziell, dass UMD-Veröffentlichungen nur noch die Ausnahme seien. Gänzlich ausgestiegen sein soll auch Image Entertainment, während 20th Century Fox Home Entertainment und Buena Vista Home Entertainment (Disney) es bei einem eingeschränkten Angebot belassen. Im Handel bleibt die abnehmende UMD-Unterstützung nicht ohne Folgen, laut Hollywood Reporter erwarten die Studios, dass bald die große US-Handelskette Wal-Mart die Spielfilm-UMDs aus dem Programm nimmt.

Richtig böse sind zwei Kommentare in dem Hollywood-Reporter-Bericht: Ein nicht genannter hochrangiger Universal-Manager spricht von grausam schlechten UMD-Verkäufen und ergänzt: "Es ist eine andere Sony-Bombe - wie Blu-ray", womit wohl der verspätete Blu-ray-Verkaufsstart gemeint ist. Der Präsident der Heimunterhaltungsabteilung eines der sechs großen Filmstudios fällte gegenüber dem Branchenblatt ein vernichtendes Urteil: "Niemand schaut sich Filme auf der PSP an, es ist ein Spielegerät, Punkt."

Das sieht Sony Computer Entertainment freilich anders, so wurde gegenüber Golem.de immer wieder angegeben, dass die Berichte über schwache UMD-Verkäufe übertrieben seien und die Filmstudios bei erfolgreichen Filmen recht ordentliche Verkaufszahlen von Teils über 100.000 Stück erzielen könnten. Die Filmstudios haben laut vom Hollywood Reporter zitierten "Beobachtern" den Fehler gemacht, zu viele Filme in zu kurzer Zeit auf UMD herausgebracht und angekündigt zu haben - es wären seit dem US-Start der PSP mehr Filme als Spiele veröffentlicht worden. Sony Pictures Home Entertainment ist bei der Wahl der auf UMD zu veröffentlichenden Filme zwar wählerischer geworden, bewirbt aber die PSP-UMD weiter als mobile Filmplattform.

Die kompakte UMD hat im Vergleich zur DVD einen gravierenden Nachteil: Sie kann nur auf dem PSP-Bildschirm betrachtet werden, das geht zwar auch auf dem Sofa, doch der Fernseher bleibt ungenutzt. Das Spiele-Handheld kann nur mit Bastelaufwand um einen Videoausgang erweitert werden. Dies könnte sich ändern, wenn sich Sony Computer Entertainment wirklich entschließen sollte, selbst entsprechendes Zubehör anzubieten.

Außerdem hofft Sony noch darauf, dass Bundles aus DVDs und UMDs das Interesse der Käufer besser treffen werden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass PSP-Käufer sich Videos selbst ohne Probleme auf eine Memory-Stick Pro Duo kopieren und damit auf der PSP wiedergeben können, auch wenn es nicht erlaubt ist, beispielsweise den DVD-Kopierschutz zu umgehen.

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Little Orpheo 20. Apr 2006

Hallo, Nachdem ich zu Geburtstag eine PSP geschenkt bekommen habe und ich auf die 30...

aprilscherzkeks 03. Apr 2006

Vielleicht handelt es sich da um einen Aprilscherz ? LOL

Subby 03. Apr 2006

Gott sei Dank trifft das bei DV Cams nicht zu, die benutzen ein Standard MiniDV Band...

Howie 01. Apr 2006

Sony träumt immer noch den Traum des allmächtigen Global Players, der sie hätten sein...



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