Intel: Ein Dorf - ein PC

Kiosk-PC für indische Dörfer geht in Serie

Nach über einem halben Jahr Entwicklung und ersten Testinstallationen hat Intel sein bisher "Community PC" genanntes Konzept zusammen mit der indischen Regierung offiziell vorgestellt. Vor allem in ländlichen Gebieten sollen Dörfer so besser an die Staatsstruktur angebunden werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Den Community PC, der unter anderem für echte "Bugs", also Insekten, unanfällig sein soll, hatte Intel erstmals vor einem halben Jahr auf dem IDF vorgestellt. In einem Interview mit Golem.de erklärte Intel-Vize Pat Gelsinger dann, dass es bei dieser Plattform nicht nur um Hardware, sondern auch politische Infrastrukturen geht.

Insofern ist die Hardware des klimaunempfindlichen Rechners dann ausnahmsweise sogar Intel so egal, dass in der Pressemitteilung zum Community PC nicht einmal der Typ des Prozessors erwähnt wird - "Intel" wird aber wohl draufstehen. Immerhin ist bekannt, dass der Rechner mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung arbeitet und auch unter Last weniger als 100 Watt elektrische Leistung aufnehmen soll.

Wichtiger ist Intel das Projekt "Jaagruti" (Indisch für "Erweckung"), bei dem Intel mit der indischen Regierung und der Wirtschaft kooperieren will, um etwa "E-Government" zu ermöglichen. Hinter diesem Schlagwort steckt beispielsweise die Chance, dass Bürger in entfernten Regionen nicht mehr eine einwöchige Reise in die nächste Hauptstadt antreten müssen, nur um einen Reisepass zu beantragen. Der gesamte Vorgang soll sich in Zukunft digital aus dem Dorfbüro erledigen lassen, in dem der Kiosk-PC steht.

Angebunden wird der Rechner - da in diesen Gegenden meist auch Telefone nicht vorhanden sind - nach Intels Willen über den Weitstreckenfunk WiMax. Wie Intel auf dem letzten IDF im März 2006 angab, gibt es in Indien mehrere hundert Testinstallationen des Kiosk-PCs mit WiMax. Was der Rechner kostet, gab Intel nicht bekannt. [von Nico Ernst]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


dürüm 31. Mär 2006

selbst wlan (802.11g) ist heute dank WPA2 + SSID Broadcast Disable sehr sicher, so dass...

Snakebite 31. Mär 2006

Das ist gut, muss ich mir merken :D

Anonymous 30. Mär 2006

Die armen Inder... dürfen die nicht mal Reis ohne entsprechendes offizielles Papier...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Verkaufsverbot
Huawei will 50-Cent-Lizenzgebühr pro AVM-Fritzbox

Huawei hat gerichtlich ein gültiges Verkaufsverbot von Fritzboxen mit Wi-Fi 6 und Wi-Fi 7 durchgesetzt. Es geht um Huaweis Patente für den Standard.

Verkaufsverbot: Huawei will 50-Cent-Lizenzgebühr pro AVM-Fritzbox
Artikel
  1. Eon: Audioversion der Pläne zur Stilllegung von Kernkraftwerk nötig
    Eon
    Audioversion der Pläne zur Stilllegung von Kernkraftwerk nötig

    Das Umweltministerium verlangt aus Barrierefreiheitsgründen eine Audio-Version von Stilllegungsplänen eines Atomkraftwerkes in Schleswig-Holstein.

  2. Future Racing Cable: Modulares USB-Kabel lädt 240 Watt und überträgt 40 GBit/s
    Future Racing Cable
    Modulares USB-Kabel lädt 240 Watt und überträgt 40 GBit/s

    Auf Indiegogo verspricht der Hersteller, dass kein anderes USB-Kabel mehr gebraucht wird. Schließlich sei das Future Racing Cable vielseitig.

  3. Aktienkurs: Microsoft verdrängt Apple als wertvollstes Unternehmen
    Aktienkurs
    Microsoft verdrängt Apple als wertvollstes Unternehmen

    Microsoft hat Apple als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt überholt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • Steelseries -64% • Corsair -39% • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /