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Spieletest: Getting Up - Das Game-Pad wird zur Sprühdose

Contents Under Pressure vor allem für Hiphop- und Graffiti-Fans interessant

Über den Sinn und Zweck von Graffiti lässt sich leidenschaftlich streiten - für die einen ist es elementarer Bestandteil der urbanen Kultur und eine kreative Ausdrucksform des Untergrunds, andere halten die Bilder und Tags nur für sinnlose Schmierereien, zumal die Grenzen zur Illegalität oft fließend verlaufen. "Getting Up - Contents Under Pressure" von Atari richtet sich daher auch vor allem an Freunde der bunten Mauergemälde: Hier geht es nämlich darum, vom unbekannten Großstadtbewohner zum angesehenen Sprüher zu werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Getting Up (PS2, Xbox, PC)
Getting Up (PS2, Xbox, PC)
Schauplatz von Getting Up ist New Radius, eine typische Großstadt, die genauso auch den Namen New York tragen könnte. In der Rolle des Rappers und Untergrundsprühers Trane will man sich vom Nobody zum stadtbekannten Graffiti-Künstler hocharbeiten, was natürlich einige Schwierigkeiten mit sich bringt - Gesetzeshüter machen New Radius ebenso zu einem ungemütlichen Pflaster wie die zahlreichen rivalisierenden Gangs. Das Gameplay ist daher auch ein recht ausgewogener Mix aus Sprühaktionen - in denen etwa an Wänden vorgegebene Areale mit Farbe gefüllt werden müssen - und zahlreichen Action-Adventure-Passagen.

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Getting Up (PS2)
Getting Up (PS2)
Nicht jeder der mit Sprühdosen zu verschönernden Orte ist problemlos zu erreichen - wenn es etwa darum geht, auf Fassaden zu kraxeln oder auf einen U-Bahn-Zug aufzuspringen und dort sein Zeichen zu hinterlassen, erinnern die Geschicklichkeitspassagen fast schon an Action-Adventure oder Jump&Runs. Rustikaler geht es dann in den Gefechten zu: Bei Prügeleien mit Ordnungshütern und Rivalen ist meist nur simples Knöpfchendrücken angesagt, besonders viel Tiefgang wird hier nicht geboten. Friedlichere Naturen können sich übrigens auch an gefährlichen Typen vorbeischleichen.

Getting Up (PS2)
Getting Up (PS2)
Getting Up legt ohnehin eindeutig mehr Wert auf Atmosphäre und eine realistische Abbildung der Graffiti-Kultur als auf komplexes Gameplay. So ist man nicht nur mit Sprühdosen unterwegs, sondern nutzt auch Marker und Farbrollen; Gespräche mit erfahrenen Sprühern gehören ebenso zum Spielinhalt wie ein umfangreicher Hiphop-Soundtrack.

Getting Up (PS2)
Getting Up (PS2)
Nur das politische Element wirkt unpassend: Wenn man als Sprüher plötzlich eine Verschwörung vom Bürgermeister und den Staatsbeamten aufdecken soll und so zum Graffiti-Freiheitskämpfer wird, wirkt das schon ziemlich aufgesetzt. Gelungen ist dafür die deutsche Synchronisation: Das Problem, den nicht einfach zu übersetzenden Slang der Sprüher ins Deutsche zu übertragen, löste man durch die Verpflichtung des Rappers Afrob, der als deutsche Stimme von Trane seine Sache wirklich gut macht.

Getting Up - Contents Under Pressure ist für PC, PlayStation 2 und Xbox erhältlich. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

Fazit:
Wer sich für Graffiti, Tags und Hiphop-Kultur nicht interessiert, braucht sich Getting Up - Contents Under Pressure gar nicht erst anzuschauen - das Spiel lebt von der Atmosphäre und zielt ganz klar auf Spieler ab, für die Tags und Fat Caps keine Fremdworte sind. Eben die bekommen aber einen durchaus gelungenen Titel geboten, dessen inhaltlicher Mix aus Action-Adventure und Sprühpassagen durchaus für einige Stunden Spielspaß gut ist.



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ares 29. Sep 2008

..auf leute wie dich, deren mütter auf dem strich geknallt werden, wie du moorhühner...

Oberbürgermeister 03. Apr 2006

Och, so würde ich das nicht sagen .... ;)

FranUnFine 31. Mär 2006

httP://www.123klan.com

~The Judge~ 31. Mär 2006

Hehe, ich stell mir den SpäMMy ja immer gerne als spiessigen mittvierziger...


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