GCC-Projekt soll Richtlinien überdenken

Über 500 neue Fehler entdeckt

Debian-Entwickler Martin Michlmayr hat zu Testzwecken das komplette Debian-Archiv mit der GNU Compiler Collection (GCC) 4.1 übersetzt. Beim Kompilieren der etwa 6.200 Pakete auf einem MIPS- und einem EM64T-Computer traten über 500 neue Fehler auf. Einige davon hängen direkt mit der neuen GCC-Version zusammen, weshalb Michlmayr eine Änderung der GCC-Richtlinien fordert.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Einen detaillierten Bericht über alle gefundenen Fehler schickte Michlmayr an die Entwickler-Mailingliste des Debian-Projektes. Beim Kompilieren der 6.200 Pakete traten demnach 500 neue Fehler auf. 280 davon führt er allerdings auf die geänderten Richtlinien des GCC 4.1 zurück. Der Compiler hält sich strikter an C++-Standards, so dass Probleme auftreten, die mit der Vorversion noch nicht bestanden.

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Michlmayr wandte sich in einer E-Mail daher auch an die GCC-Entwickler. Er sei zwar sehr für Standards, allerdings sollten die GCC-Entwickler ihre Richtlinien etwas überdenken. So wäre es für Entwickler wesentlich leichter, wenn eine neue Version beim Kompilieren nur vor Problemen warnen würde. Erst in der nächsten Version sollte ein solcher Fehler dann zum Abbruch des Kompiliervorgangs führen. Entwickler hätten somit die Chance, auf Probleme in ihrem Quelltext zu reagieren, ohne gleich vor dem Problem zu stehen, dass sich ihre Software nicht mehr übersetzen lässt.

Würde GCC 4.1 zum Standard-Compiler in der nächsten Debian-Version "Etch", so könnten diese 280 Fehler eine rechtzeitige Veröffentlichung der Distribution verhindern.

Martin Michlmayr forscht am Centre for Technology Management der Universität Cambridge am Qualitätsmanagement in freien Softwareprojekten. Darüber sprach er auch im Interview mit Golem.de.

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