Web-Erfinder bereut doppelten Schrägstrich
Viele Selbstverständlichkeiten des heutigen Internets wie die der Subdomain "www" oder das Protokollkürzel "http" dachte sich Anfang der 90er-Jahre ein einzelner Mann an seinem Schreibtisch am Kernforschungszentrum CERN in Genf aus. Einige der weit reichenden Entscheidungen, die er traf, als er damals das World Wide Web entwickelte, bereut Tim Berners-Lee allerdings heute.
So gestand er in einem Interview mit der Website Impactlab.com(öffnet im neuen Fenster) , dass er den unnötigen doppelten Schrägstrich in URLs besser nicht eingeführt hätte, er sei überflüssig. Auch würde er, hätte er noch einmal Gelegenheit dazu, die Reihenfolge der Domain-Adresse umdrehen, so dass die Top-Level-Domain vorn steht.
Auf die Frage, welches denn die für ihn wichtigsten Webentwicklungen waren, nennt Berners-Lee den Google-Suchalgorithmus. Aber auch jeder Fall, in dem Leben durch Informationen auf medizinischen Websites gerettet worden sei oder jemand die Liebe seines Lebens online gefunden habe, sei bedeutend. Das Wichtigste sei, die Vielfalt des WWW zu erhalten, sagte Berners-Lee. Die dringendst benötigte Verbesserung sei dabei die Browser-Sicherheit.