Suns Grid unter Beschuss
Vorerst nur für US-Bürger zugänglich, kann das "Sun Grid Compute Utility" für rechenintensive Anwendungen genutzt werden – etwa für die Umwandlung eines englischsprachigen Textes in eine von einer Computerstimme eingesprochene Audiodatei, was Sun als Demonstrationsdienst kostenlos anbietet.
Das lange geplante und immer wieder verschobene Projekt lief allerdings keineswegs reibungslos an: Wie Sun nun mitteilte, kam das Grid bereits am ersten Arbeitstag unter Beschuss. "Ja, wir waren von einer Denial-of-Service-Attacke betroffen", so Aisling MacRunnels, Direktor des Grid-Dienstes, gegenüber dem IT-Nachrichtendienst News.com(öffnet im neuen Fenster).
Allerdings attackierten die bislang unbekannten Angreifer nur den kostenlosen "Text-nach-Sprache-Dienst". Sun reagierte, indem der Service einfach registrierungspflichtig gemacht wurde. "Wir mussten uns gegen eine ganze Reihe von Angreifern wehren. Es waren einfach zu viele. Deshalb haben wir den Dienst nach innen versetzt", so MacRunnels.
Laut dem Sun-Manager war von der Attacke nur der kostenlose Dienst betroffen, nicht jedoch das Grid selbst: "Hier gab es keine Leistungsprobleme."
Bei Denial-of-Service-Angriffen werden Server mit zahlreichen fehlerhaften Anfragen überschüttet, so dass diese nicht mehr auf legitime Anfragen reagieren können. Um das Sun Grid selbst abzusichern, will Sun von jedem Benutzer Informationen wie Adresse und Bankdaten einsammeln, die über den Paypal-Dienst angeliefert werden. So will der Anbieter ausschließen, dass sein Supernetz für illegale Zwecke verwendet wird. Vorstellbar wäre beispielsweise das schnelle Knacken von Passwörtern dank so viel Rechenpower. [von Ben Schwan]
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