Spieletest: Fight Night Round 3 - Boxen mit Holyfield & Ali
Neuauflage glänzt mit beeindruckender Optik. Ähnlich wie auf den meisten virtuellen Sportplätzen genießt Electronic Arts auch die Hoheit im Boxring – die Fight-Night-Spiele sind für Fans des Kampfsportes bereits in der Vergangenheit erste Wahl gewesen. Damit ändert sich auch in Teil 3 nichts, im Gegenteil: Dezente inhaltliche Neuerungen und eine begeisternde Präsentation lassen die Grenzen zwischen Spiel und TV-Übertragung immer mehr verschmelzen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
In Fight Night Round 3 hat der Spieler zunächst die Qual der Wahl, ob er mit einer bekannten Boxlegende wie Ali, De La Hoya und Joe Frazier in den Ring steigt oder lieber seinen eigenen Charakter kreiert und ihn nach und nach zum Champion macht. Dazu muss zunächst kräftig im Übungsraum trainiert werden, bevor der erste Kampf ansteht – Kraft und Ausdauer wachsen erst mit der Zeit, Details wie die richtige Beinarbeit und Schlagtechnik wollen erst erlernt werden. Wem der Sinn nicht nach einer Karriere steht, kann durch den Klassikermodus geholfen werden – hier stehen berühmte Duelle der Boxgeschichte zum Nachspielen bereit.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Die grundlegende Steuerung hat EA aus den Vorgängern übernommen: Mit dem linken Analog-Stick und unter Zuhilfenahme der Schultertasten wird der Boxer bewegt, per rechten Stick die Schläge ausgeführt. Bei Letzterem sind übrigens ein paar Spezialhaken neu dazugekommen: Neben dem bekannten Haymaker gibt es nun zusätzliche KO-Treffer, die den Kontrahenten – richtiges Timing und gute Platzierung vorausgesetzt – mit einem Schlag nahe an die Niederlage bringen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
In einer Art Mini-Spiel darf dann von Zeit zu Zeit sogar direkt das Antlitz des Gegners bearbeitet werden. Und während die ersten Gegner noch recht schnell auf der Matte liegen, wird es mit der Zeit immer schwieriger, den Kontrahenten in die Knie zu zwingen – in Sachen KI hat Fight Night Round 3 ebenfalls einen guten Sprung nach vorne gemacht, die Computergegner agieren recht geschickt und stellen sich nach einiger Zeit auch auf die Stärken und Schwächen des Spielers ein.
Erfolge im Karrieremodus bringen natürlich Geld in die Kasse, das sich dann etwa für neue, schick glänzende Hosen oder Kampf-Updates investieren lässt. Überhaupt hat man zahlreiche Optionen, dem eigenen Boxer eine Art persönlichen Stil zu verpassen; dafür sorgt die freie Konfigurierbarkeit der Steuerung ebenso wie die Möglichkeit, unterschiedliche Aspekte des Kampfes (etwa Geschwindigkeit oder Härte) stärker zu betonen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Wie von EA gewohnt sind Atmosphäre und Präsentation top – jenseits des Boxrings wird man Zeuge gewaltiger Rededuelle oder unterhaltsamer Pressekonferenzen, hinzu kommt eine deutlich optische Aufbesserung: Bereits auf der PlayStation 2 sind die Gesichtszüge der Kämpfer realistisch und vor allem zur jeweiligen Situation passend animiert und kleinste Details zu erkennen, auf der Xbox 360 (für die uns im Gegensatz zur PS2-Version leider nur eine Demo-Version vorlag) erfreut man sich dann sogar an kleinen Schweißtropfen und ähnlichen Feinheiten; die Grenzen zur TV-Übertragung sind hier wirklich fast schon fließend. Darüber hinaus sorgt ein Multiplayer-Modus auch für länger anhaltende Motivation.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Fight Night Round 3 ist im Handel für die PlayStation 2, die Xbox und die Xbox 360 erhältlich; dieser Test bezieht sich wie angesprochen auf die PS2-Fassung, inhaltlich sollen aber alle Versionen praktisch identisch sein. Die USK hat dem Titel eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt.
Fazit: Fight Night Round 3 ist ein Fest für Boxfans – lang anhaltender Spielspaß, intelligente KI und eine Top-Präsentation machen den Titel zum Besten, was es im Genre der Boxspiele derzeit auf Konsolen zu kaufen gibt. Vor allem die Charaktermodelle setzen Maßstäbe; bedenkt man, wie lieblos vor allem EAs erste Sporttitel auf der Xbox360 aussahen, scheinen die Entwickler mittlerweile wirklich ihre Lektionen gelernt zu haben.