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PhysX-Karte von Asus mit mehr Speicher

Physik-Beschleuniger-Steckkarte von Asus ebenfalls ab Mai 2006 verfügbar. Es ist bereits bekannt, dass Asus und BFG Technologies jeweils eigene, mit Ageias PhysX-Chip bestückte Physik-Beschleuniger-Steckkarten anbieten. Nun steht fest, dass Asus seiner PhysX-Karte deutlich mehr Speicher spendiert.
/ Christian Klaß
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Während die PhysX-Karte von BFG 128 MByte GDDR3-Speicher zur Verfügung hat, sind es bei Asus' Karte 256 MByte. Bei beiden PCI-Steckkarten hält der Speicher den aktuellen Zustand der virtuellen Welt zwecks Physik-Simulation bereit. Darauf greift dann jeweils der in 130-nm-Prozesstechnik gefertigte, aus 125 Millionen Transistoren bestehende PhysX-Chip von Ageia zu, der ebenfalls auf den Steckkarten sitzt. Ob sich der größere Speicher der Asus-Karten gleich zu Beginn oder überhaupt auswirken wird, bleibt abzuwarten.

BFG hatte bereits verkündet , seine PhysX-Steckkarten ab Mai 2006 für 300,- US-Dollar zzgl. Steuer einzeln verkaufen zu wollen. Asus nannte für seine PhysX-Karten noch keinen Preis, will aber ebenfalls ab Mai 2006 ausliefern. Schon ab Ende März/Anfang April 2006 sind hingegen die ersten Komplettsysteme von Alienware/Dell zu haben.

Ageia hatte für dieses Jahr auch PCI-Express-4X-Karten in Aussicht gestellt. Die im letzten Jahr gezeigten Entwickler-Boards verfügten sowohl über eine PCI- als auch eine PCI-Express-Schnittstelle.

Wer sich nun fragt, wozu eine hardwarebeschleunigte Physik-Simulation gut ist, der muss sich nur aktuelle Spiele ansehen. Wenn eine Physik-Engine zum Einsatz kommt, wie etwa bei Half-Life 2, dann berücksichtigt diese selten alle Spielelemente, sondern immer nur bestimmte Objekte und Teilbereiche. Mit Physik-Beschleunigung per Spezial-Hardware sollen die Simulationen deutlich komplexer und realistischer werden – ob es um Explosionen, einstürzende Häuser, wallende Haare, im Wind wehende Kleidung oder um Wasserfälle geht.

Dabei soll etwa der PhysX-Chip um ein Vielfaches effizienter und leistungsfähiger als PC-Prozessoren sein, selbst wenn diese mit mehreren Kernen arbeiten. Zu berücksichtigen ist auch, dass die CPU sich in der Regel noch um andere Elemente des Spiels kümmern muss, als Beispiel sei das Thema künstliche Intelligenz erwähnt.

Blickt man zurück auf die Entwicklung der 3D-Spielegrafik, so fallen Analogien zu den 3D-Beschleunigerkarten ("Voodoo") von 3Dfx auf, die als Ergänzung zu 2D-Grafikkarten den Hardware- und Spielemarkt in Schwung brachten. Ob PhysX-Karten ein ähnlicher Erfolg beschieden ist und ob später Grafikkarten die Aufgabe erledigen werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.


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