Regulierer will Telekom zu Bitstream-Access verpflichten

Neues DSL-Vorprodukt soll Qualitätswettbewerb ermöglichen

Die Bundesnetzagentur plant, die Telekom zu einem transparenten und diskriminierungsfreien Bitstream-Vorprodukt zu verpflichten, auf dessen Basis Wettbewerber eigene Breitbandzugänge anbieten können. Anders als bei bisherigen Vorprodukten soll der Bitstream-Zugang eine deutliche Differenzierung der Angebote ermöglichen.

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In ihrem aktuellen Amtsblatt hat die Bundesnetzagentur eine Regulierungsverfügung zum ATM-Bitstrom-Zugang zur Kommentierung veröffentlicht. Die Entgelte sollen einer nachträglichen Preiskontrolle unterliegen. Auf diesem Wege will die Behörde dem DSL-Markt neue Impulse geben.

"Nachdem wir die beherrschende Marktmacht der Telekom in diesem Vorproduktmarkt festgestellt hatten, wollen wir sie dazu verpflichten, ihren Wettbewerbern ein Vorprodukt für den Breitbandzugang zur Verfügung zu stellen, bei dem die Wettbewerber selbst die Servicequalität bestimmen können. So ist es den Wettbewerbern möglich, sich nicht nur über den Preis, sondern auch über die Qualität von anderen Produkten im Markt abzuheben", erläuterte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, die Pläne.

Mit der Veröffentlichung sind nun alle Interessierten aufgerufen, bis zum 24. April 2006 das Vorhaben der Bundesnetzagentur zu kommentieren.

Für IP-Bitstream, bei dem das Backbone-Netz über das Internetprotokoll gemanagt wird, soll eine gesonderte Regulierungsverfügung ergehen. Dementsprechend plant die Bundesnetzagentur, hier in nächster Zeit ein eigenes Konsultationsverfahren zu eröffnen.

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