Encyclopædia Britannica greift Nature an
Die Encyclopædia Britannica geht mit der Analyse von Nature hart ins Gericht. Fast alles an der Untersuchung sei falsch und irreführend gewesen, von den verwendeten Kriterien über deren Analyse und Einschätzung bis hin zur Schlagzeile, heißt es in einer Veröffentlichung von Encyclopædia Britannica unter dem Titel " Fatally Flawed(öffnet im neuen Fenster) ".
Die Vorwürfe gegen Nature beginnen schon bei den ausgewählten Texten. Diese seien zum Teil aus unterschiedlichen Artikeln zusammenkopiert, von Nature-Autoren erweitert oder stammen aus Ablegern der eigentlichen Enzyklopädie, an die andere Maßstäbe anzusetzen seien. In einem Einzelfall sei gar ein Text geprüft worden, der aus keiner Publikation des Verlages stamme.
Die gefundenen Fehler oder Ungenauigkeiten seien zum Teil überbewertet, zum Teil seien es eher unterschiedliche Auffassungen in feinen Nuancen, zum Teil pocht die Encyclopædia Britannica auf ihre Darstellung der Fakten, man habe verlässliche Quellen. Nauture habe seinerseits den eigenen Prüfern blind vertraut, statt deren Analysen nochmals auf den Prüfstand zu stellen.
Dennoch habe Nature einige Fehler gefunden, die mittlerweile aber nochmals recherchiert und korrigiert wurden. Auf die Analyse der Wikipedia geht die Encyclopædia Britannica nicht ein, die Kritik richtet sich allein gegen das Vorgehen von Nature bei der Prüfung der Inhalte des eigenen Werkes.
Auch mit dem Verhalten von Nature geht man auf Seiten der Encyclopædia Britannica hart ins Gericht, denn Nature habe die Basismaterialien der Untersuchung nicht zur Verfügung gestellt. Die eigene Analyse fuße daher nur auf den veröffentlichten Zusammenfassungen. Entsprechend beharrt man seitens der Encyclopædia Britannica darauf, Zugang zu allen Rohmaterialien der Untersuchung zu erhalten, um diese eingehend prüfen und nachvollziehen zu können.
Seine Darstellung solle Nature derweil widerrufen, fordert man von Seiten der Encyclopædia Britannica, und das bitte möglichst prompt.



