Abo
  • Services:

Nvidia empfiehlt SLI für Physik-Berechnungen

Eine GPU für Grafik, eine für die Havok-Engine

Wer schon zwei Grafikkarten im Rechner stecken hat, darf sich nach Nvidias Willen glücklich schätzen: Die zweite GPU kann sich demnächst exklusiv um die bis zu zehnmal schnellere Berechnung von Physik-Effekten kümmern. Dies erläuterte Nvidia im Rahmen der derzeit im kalifornischen San Jose stattfindenden Games Developers Conference.

Artikel veröffentlicht am ,

Zehntausende Objekte soll das neue Konzept ermöglichen.
Zehntausende Objekte soll das neue Konzept ermöglichen.
Wie bereits berichtet, integriert Nvidia in kommenden Treibern Unterstützung für die Havok-FX-Engine, um die Berechnungen von Physik-Effekten von der CPU in den Grafikprozessor zu verlagern. Diese Engine sorgt in bereits verfügbaren Spielen wie Half Life 2, F.E.A.R. oder Splinter Cell 3 für verblüffende Effekte.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Die Havok-Engine sitzt noch vor der GPU, nicht im Treiber.
Die Havok-Engine sitzt noch vor der GPU, nicht im Treiber.
Unmittelbar nach der Vorstellung des Konzepts tauchten erste Fragen nach der dann verbleibenden Grafikleistung auf - wie viel Leistung bleibt noch übrig, wenn die GPU sich nicht nur um Pixel, sondern auch Physik kümmern muss? Nvidias Antwort: Man nehme doch einfach eine zweite Grafikkarte, die per SLI mit der ersten gekoppelt wird.

Die zweite GPU kann sich dann, so Nvidia, exklusiv um die Physik kümmern. Für die Verteilung der Aufgaben sorgt der Treiber, der gemeinsam beide GPUs anspricht. Als Minimum setzt Nvidia Karten der 7600-Klasse voraus, für optimale Leistung sind natürlich zwei der Topmodelle GeForce 7900 GTX im Gegenwert von rund 1.100,- Euro gefordert.

Noch ist völlig unklar, wann erste Spiele für das Konzept erscheinen oder ob bereits erschienene Titel einen Patch für Nvidias Physik-Lösung erhalten werden. Der Chiphersteller konnte auf der GDC auch nur ein eigenes Demo und einen Benchmark dafür vorlegen. Mit diesem "Bouldermark" getauften Programm, bei dem 15.000 Gesteinsbrocken einen Abhang herabrollen, will Nvidia drastische Leistungssteigerungen erreicht haben. Screenshots davon liegen noch nicht vor.

Zehnmal schneller durch Physik-GPU
Zehnmal schneller durch Physik-GPU
So soll selbst ein Highend-System mit Intels Extreme Edition des Pentium 955 (Dual-Core, 3,46 GHz) mit Unterstützung für Multi-Threading durch die Physik drastisch ausgebremst werden. Dieser Prozessor verfügt als einziges Dual-Core-Modell auch noch über HyperThreading, stellt dem Betriebssystem also vier virtuelle CPUs zur Verfügung. Trotzdem erreicht er in Nvidias Test nur 6,2 Bilder pro Sekunde. Übernimmt der zweite Grafikchip (GPU) die Physik, sind es 64,5 FPS.

Während diese Mehrleistung durchaus beeindruckend ist, kosten allein die für diesen Test nötige CPU und die Grafikkarten über 3.000,- Euro. Ob sich die Spielehersteller auf solche Konfigurationen einschießen, ist fraglich. Interessant scheint das Konzept allemal - jedenfalls so lange, bis sich die Spiele-Engines auf heute zwei Cores in einer CPU und vier im Jahr 2007 eingestellt haben. [von Nico Ernst]



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 1.299,00€
  3. 119,90€

Bibabuzzelmann 01. Apr 2006

Das wäre noch freundlich ^^

jockl 23. Mär 2006

SLI ist scheiße, weil rudimentär und teuer. Wenn schon doppelte 3D Leistung, dann sollen...

windows hasser 23. Mär 2006

Genau das wünschen wir uns noch ein MS Monopol Im übrigen hat MS sich weder gegen Open...

ungebildeter 23. Mär 2006

https://www.golem.de/0603/44129.html "Statt grafische Effekte zu berechnen, nutzt Havok...

Bibabuzzelmann 22. Mär 2006

Verdammt, die müssen sich wirklich gegen die Zocker verbündet haben *g Das wäre sicher...


Folgen Sie uns
       


Corsair K70 RGB Mk. 2 und Roccat Vulcan - Fazit

Corsairs K70 RGB Mk. 2 ist seit kurzem mit Cherrys neuen Low-Profile-Switches erhältlich - in einer exklusiven Version mit nur 1 mm kurzen Auslöseweg. Wir haben die Tastatur mit der Vulcan von Roccat verglichen, die mit selbst entwickelten Titan-Switches bestückt ist.

Corsair K70 RGB Mk. 2 und Roccat Vulcan - Fazit Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

    •  /