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Fedora Core 5 mit OpenGL-beschleunigter Grafik

Mono für .Net-Applikationen enthalten. Red Hats freie Linux-Distribution Fedora Core 5 steht ab sofort zum Download bereit. Diese enthält die freie .Net-Variante Mono und AIGLX für hardwarebeschleunigte Effekte des X-Servers. Zudem sind die aktuellen GNOME- und KDE-Versionen sowie der Hypervisor Xen 3.0 enthalten. Der Kernel akzeptiert vorerst jedoch ausschließlich GPL-Treiber.
/ Julius Stiebert
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Da die Freigabe von Fedora Core 5, Codename "Bordeaux", zweimal verschoben wurde, konnten die Entwickler die aktuelle Version des GNOME-Desktops 2.14 in die Distribution aufnehmen. Außerdem ist KDE 3.5 enthalten. Der neue GNOME Power Manager und Verbesserungen an der Suspend-to-RAM-Unterstützung sollen für eine bessere Engergieverwaltung sorgen.

Mit GNOME User Share lassen sich einfache Dateifreigaben einrichten. Zusätzlich enthält Fedora Core 5 erstmals die freie .Net-Implementierung Mono . Im Zuge dieser Integration hielten auch die auf Mono basierende Desktopsuche Beagle, die Fotoverwaltung F-Spot und das Notizwerkzeug Tomboy Einzug in die Distribution.

Für die Wiedergabe von Multimedia-Dateien setzt Fedora auf das Gstreamer-Framework in Version 0.10, das unter anderem der Videoplayer Totem nutzt. Ferner liefert Fedora Core 5 OpenOffice.org 2.0 und den Webbrowser Firefox 1.5 mit.

Zur Administration bietet Fedora Core 5 unter anderem neue grafische Softwareverwaltungswerkzeuge wie Pup, mit dem Systemaktualisierungen durchgeführt werden. Mit Pirut gibt es außerdem eine neue grafische Paketverwaltung. Beide Werkzeuge basieren auf Yum, das Debians Apt-Get ähnelt.

Fedora Core 5 nutzt darüber hinaus Xen 3.0 zur Virtualisierung und bietet ein grafisches Werkzeug, um virtuelle Maschinen einzurichten. Ergänzend gibt es ein GNOME-Applet, mit dem sich die Maschinen überwachen lassen.

Des Weiteren enthält die neue Fedora-Version den Apache Webserver 2.2, die Datenbanken MySQL 5.0 und PostgreSQL 8.1 sowie die mit GCJ kompilierten Java-Programme Geronimo J2EE Server und Apache Jakarta. Systemadministratoren können außerdem SystemTap nutzen, mit dem sich ein System debuggen lässt und das zur Analyse bei Leistungsproblemen eingesetzt werden kann. Frysk dient zur Analyse laufender Prozesse und Threads.

Als X-Server kommt das modular aufgebaute X.Org 7.0 zum Einsatz und mittels AIGLX bietet auch Fedora per OpenGL beschleunigte Grafikfunktionen für den Desktop. Ein Großteil der GTK-Applikationen nutzt außerdem die Cairo-Bibliothek für eine beschleunigte 2D-Grafik.

Die auf Kernel 2.6.15 basierende Distribution wurde komplett mit der GNU Compiler Collection 4.1 übersetzt, was nach Aussage der Entwickler für eine verbesserte Leistung und erhöhte Sicherheit sorgen soll. Auch die Sicherheitserweiterung SELinux wurde überarbeitet und unterstützt nun binäre Regelmodule sowie eine rollenbasierte Zugangskontrolle. Der eingesetzte Kernel unterstützt derzeit allerdings nur GPL-Treiber . Ein Patch, der dieses Verhalten behebt, soll nachgereicht werden. Durch das integrierte Dmraid unterstützt Fedora nun außerdem diverse IDE-RAID-Controller.

Fedora Core 5 steht ab sofort für x86, x86-64 und PPC zum Download vom Projektserver(öffnet im neuen Fenster) oder einem Mirror(öffnet im neuen Fenster) bereit. Alternativ zum FTP-Download besteht auch die Möglichkeit, BitTorrent(öffnet im neuen Fenster) zu nutzen.


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