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Linux-Kernel 2.6.16 unterstützt Oracles Cluster-Dateisystem

"EDAC" spürt Speicher- und PCI-Fehler auf

Linus Torvalds hat Version 2.6.16 des Linux-Kernels freigegeben, der mit dem OCFS2 erstmals ein Cluster-Dateisystem enthält. Zudem wurde die Unterstützung für IBMs Cell-Prozessor vervollständigt und das Configfs-Dateisystem als Ergänzung zu Sysfs eingeführt. Auch unterstützt Linux ab sofort das Mac-Dateisystem HFSX, eine Variante von HFS Plus. Unterstützung für den GCC 2.9x haben die Entwickler nun endgültig entfernt.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Während es Red Hats Cluster-Dateisystem noch immer nicht in den offiziellen Kernel geschafft hat, wurde nun immerhin das Oracle Cluster File System 2 (OCFS 2) aufgenommen. Dieses veröffentlichte Oracle erst im August 2005, um so eine Alternative zu proprietären Systemen zu bieten. Bei OCFS können alle Knoten eines Clusters gleichzeitig auf ein Dateisystem zugreifen, es unterstützt jedoch auch Standard-Dateisystem-Funktionen.

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Configfs ist ein RAM-basierendes Dateisystem und als Ergänzung zu Sysfs vorgesehen. Während Sysfs Kernel-Objekte im Dateisystem darstellt, lassen sich mit Configfs Kernel-Objekte im Userspace konfigurieren. Das neue OCFS 2 nutzt Configfs beispielsweise, um dem Kernel Informationen über die Cluster-Konfiguration weiterzuleiten.

Auf Dateisystemebene gab es in der neuen Kernel-Version noch weitere Änderungen, so funktioniert XFS jetzt zusammen mit SELinux. Die erweiterte SMB-Variante CIFS unterstützt nun auch Access Control Lists (ACL) und Linux-Nutzer können HFSX-Partionen mounten. Dabei handelt es sich um eine Variante des Mac-Dateisystems HFS Plus, bei der Groß- und Kleinschreibung unterschieden werden. Weitere Änderungen erfuhren unter anderem FAT, Ext3, V9fs, NFS und FUSE.

Eine interessante Neuheit ist auch das EDAC-System (Error Detection And Correction), das Speicher- und PCI-Fehler finden und melden soll. Dabei wird zwischen korrigierbaren und nicht korrigierbaren Fehlern unterschieden, die auf Wunsch beide in einer Logdatei aufgezeichnet werden können. Bei korrigierbaren Fehlern kann das System zwar weiter arbeiten, Administratoren werden aber so auf einen bald erforderlichen Austausch des betroffenen Speichers oder der PCI-Geräte aufmerksam gemacht. Zudem existiert eine Sysfs-Schnittstelle für EDAC.

Auf so genannten Non-Uniform-Memory-Access-Systemen (NUMA), wie Multiprozessor-Systemen mit Alpha- oder MIPS-Prozessoren, kann die Zugriffszeit auf unterschiedliche Speicherorte von einer CPU verschieden sein. Hier kommt der neue Swap-Migrations-Code zum Einsatz, der Speicherseiten über den Swap-Speicher verschiebt, während ein Prozess weiterläuft. Die für den Prozess verfügbaren virtuellen Adressen ändern sich somit nicht, tatsächlich verändert sich jedoch der physikalische Ort der Speicherseiten. Indem diese näher zur CPU verschoben werden, sollen sich die Latenzzeiten verringern.

Der x_tables-Patch von Harald Welte vereinheitlicht einige Datenstrukturen und Backend-Schnittstellen im Netfilter-Code. Mit TIPC wurde außerdem ein Protokoll zur Kommunikation in Clustern implementiert.

Zudem umfasst Kernel 2.6.16 etliche neue Treiber, beispielsweise eine neue Version des ipw2100-Treibers für Intels Centrino-WLAN. Außerdem wird Sonys DSC-T5-Digitalkamera als USB-Massenspeicher erkannt. Der Direct Rendering Manager (DRM) unterstützt nun zusätzlich Intels i945GM-Chip und die Radeon X600 von ATI.

Die neue Version des Linux-Kernels kennt jetzt 13 weitere Systemcalls und die Unterstützung für die GCC 2.9x wurde nun tatsächlich entfernt. Damit braucht man ab sofort mindestens GCC 3.2, um den Kernel 2.6.16 zu kompilieren. Darüber hinaus funktioniert das alte "make bzImage" nicht mehr, ein einfaches "make" erledigt dasselbe.

Kernel 2.6.16 kann entweder als vollständiges Archiv oder als Patch von kernel.org heruntergeladen werden. Außerdem steht die neue Version auf diversen Mirror-Servern zum Download bereit.



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Robmaster 20. Mär 2006

Seit Kernel 2.6.0 reicht ein make für das bzImage. In der 2.4 Serie war ein make bzImage...

Ashura 20. Mär 2006

Mehr als genügend Informationen solltest du im Changelog finden. Gruß, Ashura

föhn 20. Mär 2006

hö? centos richtet sich nach redhat enterprise... und das wird afaik kaum ein...

föhn 20. Mär 2006

jetzt noch nen grub der sich mit hfsx versteht und alles wird gut :)


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