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Neuer Rekord: 2,56 Terabit pro Sekunde im Glasfasernetz

Datenübertragung auf 160 Kilometern Länge gelungen. Mit einer neuen Technik haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI in Berlin eine Datenmenge von 2,56 Terabit pro Sekunde durch Glasfaser gejagt – das entspricht dem Dateninhalt von rund 60 DVDs in einer Sekunde.
/ Andreas Donath
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Die Daten wurden über eine Strecke von 160 Kilometer Länge übertragen. Auf den leistungsfähigsten Hochgeschwindigkeitsstrecken im realen Einsatz fließen Daten derzeit mit maximal 40 Gigabit – etwa ein Fünfzigstel des jetzt erreichten Wertes, sagten die Forscher. Damit haben die Berliner den seit fünf Jahren bestehenden Rekord einer japanischen Forschergruppe von 1,28 Terabit pro Sekunde überboten.

Die in den Glasfaserkabeln gepulsten(öffnet im neuen Fenster) Lichtblitze sind normalerweise so kodiert, dass ein Lichtblitz der 1 des binären Codes, Ausschalten der 0 entspricht. Fraunhofer-Forschern gelang es auch, bei diesen hohen Datenraten mehr Information in einen Puls zu packen, indem sie mit einem Phasenmodulationsverfahren(öffnet im neuen Fenster) vier binäre Informationszustände in einen Lichtpuls packen anstatt zwei.

"Für die Telekommunikation der Zukunft ist die Steigerung der Datenrate von enormer Wichtigkeit", erläutert Professor Hans-Georg Weber vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI in Berlin. Er leitet ein Projekt im Förderprogramm MultiTeraNet des Bundesforschungsministeriums BMBF.

Im Förderschwerpunkt MultiTeraNet arbeiten 14 teils kleine und mittlere Unternehmen, drei Fraunhofer-Institute sowie neun Hochschulen an der Weiterentwicklung von Kommunikationsnetzen auf Glasfaser-Basis.

Ziel sei es, das bestehende Netz dem immer noch größer werdenden Bedarf anzupassen. Dazu werde ein integraler Ansatz gewählt, der eine Steigerung der Übertragungskapazität auf einer Glasfaser auf bis zu 50 Terabit/s verfolgt.

Doch eine alleinige Verbesserung der Bandbreite würde nicht ausreichen, weshalb durch die Entwicklung intelligenter und flexibler Netzmanagementsysteme das Zusammenspiel von Kern-, Verteil- und Zugangsnetz optimiert werden soll.


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