Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Spieletest: Crashday - Bomben und MGs am Stunt-Car

Umfangreicher Editor lässt Multiplayer-Fahrer jubeln. In Zeiten von millionenschweren Budgets und teuren Lizenzen mag man sich kaum noch vorstellen können, dass auch aus Hobbyprojekten einmal ernst zu nehmende PC-Spiele werden können. Crashday beweist aber genau das – und stellt eine würdige Konkurrenz für Fun-Racer der Marke Trackmania oder auch Carmageddon dar.
/ Thorsten Wiesner
63 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Arbeiten an Crashday begannen bereits 1997; damals starteten Robert Clemens und Jan Bodenstein von den Moon Byte Studios das Ganze als Hobbyprojekt. Mit den Jahren wurden aber immer größere Teile der an Games interessierten Internet-Community darauf aufmerksam, so dass sich Atari 2003 entschloss, das Ganze als Publisher zu unterstützen – die benötigte Finanzspritze war so gesichert, dass das Projekt nach den Wünschen der Entwickler zu Ende gebracht werden konnte. Gut für den Spieler – denn auch wenn Crashday das Racing-Genre sicherlich nicht revolutioniert, so ist es doch vor allem im Multiplayer-Modus ein immens unterhaltsamer Zeitvertreib.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Der größte Vorzug von Crashday ist sicherlich die Modi-Vielfalt. Zwar gibt es auch hier simple Rennen, bei denen es einfach nur darauf ankommt, als Erster die Ziellinie zu passieren. Viel mehr Spaß machen allerdings all die anderen eher ungewöhnlichen Aufgaben. Im Wrecking Match malträtiert man die Konkurrenten mit auf dem Wagen montierten MGs und Raketen oder fiesen Crashs, bis eine vorgegebene Zahl von Zerstörungen erreicht ist. Im Bomb Run hingegen fährt eine Bombe im Auto mit, die in dem Moment losgeht, wenn eine bestimmte Geschwindigkeit unterschritten wird – "Speed" lässt grüßen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

In einem weiteren Bombenmodus wird die explosive Fracht durch das Crashen mit anderen Vehikeln weitergegeben – was natürlich am besten kurz vor der Explosion geschehen sollte. Und im Stunt-Modus schließlich werden die zahlreichen Rampen, Steilkurven und Loopings für nette Sprung- und Trick-Kombos genutzt; je mehr verrückte Dinge man mit dem eigenen Fahrzeug anstellt, desto mehr Punkte gibt es.

All diese Modi sind Teil des Karrieremodus, der das Herzstück der Einzelspieler-Kampagne darstellt, leider aber auch relativ kurz ist: Trotz steigendem Schwierigkeitsgrad wird es kaum mehr als sechs Stunden dauern, bis alles geschafft ist. Die zwölf unterschiedlichen, nicht lizenzierten Fahrzeuge, die nach und nach gekauft werden können, sorgen durch ihre unterschiedliche Fahrweise aber für einige Abwechslung, zudem darf auch im gewissen Rahmen getunt werden.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Mit der sehr Arcade-lastigen Steuerung dürften aber so einige ihre Probleme haben – manchmal ist das Fahrgefühl doch etwas schwammig, das haben etwa die Entwickler von Trackmania überzeugender hinbekommen. Wer hier Realismus sucht, ist aber ohnehin fehl am Platze – das zeigen vor allem die Sprünge im Stunt-Modus sehr deutlich, wo die meisten Gesetze der Schwerkraft eher rudimentär beachtet wurden.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Für anhaltenden Spaß sorgt dafür der Mehrspieler-Modus, was vor allem daran liegt, dass ein einfach zu bedienender Editor das praktisch unbegrenzte Erstellen neuer Kurse ermöglicht; ohnehin ist es dauerhaft deutlich befriedigender, die Autos menschlicher Kontrahenten zu verschrotten oder ihnen Bomben ans Fahrzeug zu kleben als gegen die zwar nicht dumme, aber doch recht berechenbar vorgehende KI vorzugehen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Durchaus gelungen ist auch das Schadensmodell – zum Teil sieht es schon recht beeindruckend aus, wie sich Karosserien so langsam zerdellen oder ein Wagen dann gar in einer Explosion in Flammen aufgeht. Ansonsten präsentiert sich Crashday eher spartanisch: Vor allem die Areale verzichten auf Details, was dafür aber einem flüssigen Spielablauf auch bei massivem Waffeneinsatz mehrerer Kontrahenten zugute kommt.

Crashday ist bereits im Handel erhältlich und kostet etwa 40,- Euro. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab zwölf Jahren erhalten.

Fazit:
Im Single-Player-Modus muss sich Crashday Trackmania Sunrise geschlagen geben – der Konkurrent hat zwar viel weniger Modi, kann dafür aber deutlich länger motivieren. Im Multiplayer-Modus hingegen spielt Crashday seine Stärken voll aus: Dank leistungsfähigem Editor und der beständigen Auswahl zwischen waffengewaltigen Schlachten oder eher puristischem Rennvergnügen ist der Titel auch auf längere Sicht immer wieder die nahezu perfekte Unterhaltung.


Relevante Themen