Bundesnetzagentur will Monopole weiter aufbrechen
"Wachstum und Wettbewerb sind keine Gegensätze, sondern sie befruchten sich wechselseitig und haben einen gewaltigen Innovations- und Investitionsschub ausgelöst. Für dieses erfreulich positive Wachstum sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: die Verbreitung und Nutzung des Mobilfunks sowie die Nutzung des Internets und die Verbreitung breitbandiger Zugänge", fasst Kurth zusammen.
Ende 2005 gab es rund 10,4 Millionen geschaltete DSL-Anschlüsse, ein Zuwachs von 3,6 Millionen Kunden. Insgesamt verfügen 27 Prozent der Haushalte über einen DSL-Anschluss, 2004 waren es nur 17 Prozent.
Die Entwicklung sei nicht verwunderlich, sondern Folge des Wettbewerbs, so Kurth, der auf die überproportional steigenden Marktanteile der Telekom-Konkurrenten verweist: "Während 2004 die Wettbewerber nur 9 Prozent der DSL-Anschlüsse bereitstellten, hat sich Ende 2005 der Wettbewerbermarktanteil mehr als vervierfacht und beträgt 38 Prozent."
Kurth wehrt sich dabei gegen Forderungen, eine "übertriebene Regulierung müsse zurückgeführt werden, um mehr Investitionen und Innovationen zu fördern". Abgesehen von der Tatsache, dass solche Argumente immer aus einer bestimmten interessierten Ecke kämen, zeigt der Jahresbericht genau das Gegenteil der angeblich notwendigen grundsätzlichen Änderungen. Die Öffnung von Monopolnetzen, vor allem im Anschlussbereich, haben einen starken Schub an Investitionen und ein dynamisches Wachstum des Telekommunikationsmarkts ausgelöst.
Ein Schwerpunkt des Berichts ist auch die Bewertung des so genannten Triple-Play-Marktes, der eine gemeinsame Plattform der Nutzung von Telefon, Internet und Fernsehen ermöglicht. Hier zählte Deutschland Ende 2005 nur etwa 150.000 Kunden. In den nächsten Jahren rechnet die Bundesnetzagentur aber mit einem dynamische Wachstum in diesem Bereich. Vor allem der Einstieg der klassischen Telefongesellschaften in den Triple-Play-Markt und die Übertragung von Internetfernsehen in HDTV-Qualität (IPTV) berge neue Chancen für den Wettbewerb zwischen Kabel-, Telefongesellschaften und Inhalteanbietern.
Der Jahresbericht 2005 der Bundesnetzagentur steht unter bundesnetzagentur.de(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.
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