RFID-Chips sind anfällig für Virenattacken
Computerwissenschaftler der Vrije Universität in Amsterdam haben herausgefunden, dass sich Schadcode in RFID-Tags ablegen lässt. Diese Tags haben üblicherweise nur eine Speicherkapazität von weniger als 1.024 Bit, so dass bisher vermutet wurde, dass sich darin kein Schadcode unterbringen lässt. In einem Versuch wurde das von den niederländischen Forschern nun widerlegt.
Auf der Webseite www.rfidvirus.org(öffnet im neuen Fenster) schildern die Forscher, wie Schadsoftware in ein RFID-Tag eingeschleust werden kann. Darüber könnten Angreifer etwa die Backend-Systeme hinter RFID-Lesegeräten durcheinander bringen und womöglich erheblichen Schaden anrichten. So ist etwa denkbar, dass das Warensystem eines Supermarkts durch einen Angriff nicht mehr funktioniert oder aber die Gepäckabfertigung in einem Flughafen außer Gefecht gesetzt wird. In der Machbarkeitsstudie konnte Schadcode sogar andere RFID-Tags infizieren und sich so verbreiten.
Angetrieben wurden die Forscher dadurch, dass die RFID-Industrie das hier beschriebene Angriffsszenario bislang als rein theoretisches Problem abgetan hatte. Die Wissenschaftler wollen nun erreichen, dass bei Einsatz von RFID die Sicherheitsrisiken stärker als bisher berücksichtigt werden.
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