Analysten: Microsofts Origami zum Scheitern verurteilt
Für Gartner bedeutet die geringe Größe der Origami-Geräte aber auch, dass sie einfach zu klein sind, um alle Funktionen eines PCs adäquat abzudecken. Die Analysten könnten sich vorstellen, mit einem Origami-Gerät unterwegs E-Mails abzufragen, bemängeln aber, dass dies ein kurzes Vergnügen bliebe. Denn nach 2,5 Stunden muss der Akku schon wieder ans Netz. Damit ließe sich nicht einmal ansatzweise ein Arbeitstag abdecken.
Außer an der geringen Akkulaufzeit stören sich die Gartner-Analysten an den erwarteten Preisen für die Geräte. Derzeit geht Microsoft davon aus, dass entsprechende Origami-Geräte zwischen 599,- und 999,- US-Dollar kosten werden. Erste Modelle wollen verschiedene Hersteller im zweiten Quartal 2006 auf den Markt bringen.
Während Notebooks vor allem mit einem umfassenderen Funktionsumfang gegen die Origami-Geräte antreten, scheinen PDAs oder Smartphones vor allem durch ihre geringe Größe und das damit einhergehende geringere Gewicht zu punkten. Aber auch in einer weiteren Disziplin spielen PDAs und Smartphones ihre Vorzüge aus: Denn die mobilen Geräte sind sofort betriebsbereit, während die Ultra-Mobile-PCs eben einige Sekunden brauchen, bis sie aus dem Schlafmodus erwacht sind. Damit können kurze Aufgaben mit einem PDA oder Smartphone bereits erledigt sein, bevor ein Origami-Gerät überhaupt betriebsbereit ist.
Immerhin für Profifotografen oder semiprofessionelle Bilderknipser könnte der UMPC eine Marktnische eröffnen. Denn das Gerät kann zur Qualitätskontrolle der aufgenommenen Fotos oder zum Sichern derselbigen verwendet werden. Ein PDA bietet meist nicht die nötige Rechenleistung, um hochauflösendes Fotomaterial damit zu bearbeiten und ein Notebook nimmt mehr Raum und Gewicht als ein UMPC ein. Zudem dürfte sich die zu niedrige Akkuleistung der Origami-Geräte in diesem Fall weniger negativ bemerkbar machen als bei den meisten anderen Einsatzmöglichkeiten.