Desktop-Umgebung GNOME 2.14 erschienen
Die Tatsache, dass GNOME 2.12 auf Computern mit 128 MByte RAM nicht mehr flüssig läuft, nahmen die Entwickler zum Anlass, um am Speicherverbrauch zu feilen. Die komplette Desktop-Umgebung und die Grafikbibliothek GTK+ wurden schlanker gestaltet, um so eine bessere Leistungsfähigkeit auch auf älteren Computern zu erreichen. Der GNOME-Log-Viewer soll beispielsweise 20-mal schneller starten als bei GNOME 2.12. Diese Änderungen sollen auch dem Einsatz von GNOME auf Embedded-Geräten zugute kommen.
Ferner hat das GNOME-Team die Desktop-Suche Beagle integriert, die nun auch direkt aus dem Dateimanager Nautilus heraus zur Verfügung steht. Mit Ekiga enthält GNOME überdies eine Software für VoIP und Videokonferenzen, die SIP und H.323 unterstützt. Der in GNOME 2.14 enthaltene E-Mail-Client Evolution 2.6 bietet verschiedene Änderungen an der Programmoberfläche und eine bessere Unterstützung von PDAs. Zudem ist Evolution 2.6 ein komplett getesteter Client für den von Novell entwickelten E-Mail- und Kalender-Server Hula, der alle Funktionen des Servers unterstützt.
Des Weiteren kann nun schneller der aktive Benutzer-Account gewechselt werden. Weitere Verbesserungen betreffen unter anderem den Umgang des Fenstermanagers Metacity mit mehreren Monitoren. Der Hilfe-Browser wurde ebenfalls überarbeitet und umfasst eine bessere Suche, die auch auf Manpages zugreift.
Administratoren steht mit Pessulus ein Lockdown-Editor zur Verfügung. Damit lassen sich bestimmte Funktionen des Desktops für einzelne Nutzer abschalten. Dies kann beispielsweise an öffentlich zugänglichen Systemen nützlich sein, damit sich die Nutzer nicht abmelden können und keine Einstellungen verändern dürfen. Sabayon ist ein Profileditor, der die Änderung an Profilen während einer laufenden GNOME-Session erlaubt. Sabayon erlaubt auch den Export erstellter Profile auf andere Computer.
Des Weiteren enthält GNOME 2.14 ein Video-Display-Widget und vereinfacht den Austausch GPG-verschlüsselter Daten. Außerdem bietet die neue Version eine verbesserte Unterstützung für Netzwerke und Datenbanken.
Entwickler können auf eine neue Dokumentation zum Thema Accessibility zurückgreifen und ihre Programme so in GNOME registrieren, dass sie automatisch mit dem Desktop gestartet werden. Mit GSlice gibt es ein neues API, um Speicher zuzuweisen.
GNOME 2.14 steht ab sofort zum Download auf gnome.org(öffnet im neuen Fenster) bereit.
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