Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Google übernimmt Skizzen-Zeichensoftware SketchUp

Einfaches Erstellen von dreidimensionalen Zeichnungen. Google hat die Softwareschmiede @Last Software übernommen, die das Zeichenprogramm SketchUp entwickelt. Die Software erlaubt mit einfachen Mitteln, aus zweidimensionalen Strichzeichnungen dreidimensionale Grafiken zu erstellen. SketchUp will die Möglichkeiten von Stiftskizzen für die Konzeptstufe des Designs mit Computerwerkzeugen unterstützen.
/ Andreas Donath
36 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Herausragendes Merkmal ist die Drücken-Ziehen-Funktion, mit der man aus einer 2D-Fläche eine geometrische Form in 3D erzeugen kann. Darüber hinaus bietet die Software ein skizzenhaftes Rendering, die mit absichtlichem Verzicht auf Genauigkeit eine manuelle Zeichnung nachahmt und Zitterlinien sowie verlängerte Kanten einbringt.

Dazu kommt eine Funktion zum Überziehen der Objekte mit unterschiedlichen Materialien und Strukturen und eine Erzeugung von Schattenwürfen in Echtzeit.

Man tut SketchUp allerdings unrecht, wenn man die Software als reines Zeichenwerkzeug für Skizzen einordnet. Die Software erlaubt über Erweiterungen(öffnet im neuen Fenster) unter anderem die Berechnung von Materialmengen und über eine Verpreisung der Materialien auch Kostenbetrachtungen. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Objekt- und Materialbibliotheken. Einen deutschsprachigen Überblick über die Funktionen gibt es auf der Website(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens.

Die Software wird nach Herstellerangaben sowohl im Architekturbereich als auch bei Handwerkern, Spieleprogrammierern und im sonstigen Designbereich eingesetzt. SketchUp hat in einer Mitteilung an die Anwenderschaft bekräftigt, dass man den eingeschlagenen Kurs nicht aufgeben will, aber mit Google ein deutlich beschleunigtes Wachstum möglich ist und natürlich ganz andere Mittel zur Verfügung hat als zuvor. Die Software gibt es für Windows und MacOS X. SketchUp bietet kostenfreie Testversionen zum Download(öffnet im neuen Fenster) an. Die Software kostet bisher 469,- Euro. Ob Google daran etwas ändern wird, ist noch nicht bekannt.

Google sei auf das Unternehmen aufmerksam geworden, als dieses die Arbeiten an einem SketchUp-Plug-In(öffnet im neuen Fenster) für Google Earth aufgenommen habe. Damit kann man direkt in Google Earth hinein Objekte konstruieren, die dann auf der virtuellen Erdoberfläche abgebildet werden.

Der Firmensitz soll in Boulder in Colorado bleiben, teilte @Last Software mit. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt.

Google hat mit Picasa auch ein einfaches Bildbearbeitungs- und Verwaltungswerkzeug im Programm, dessen Hersteller man im Juli 2004 übernahm.


Relevante Themen