Bald GPS-Funktionen für jedes Handy?
Kernstück der Module GE863-GPS und GM862-GPS ist ein SiRFstarIII-GPS-Empfänger mit 20 Kanälen. Die Telit-Module sollen sowohl den Integrationsaufwand als auch die damit einhergehenden Kosten reduzieren. Telit verspricht sich davon, dass die Module in mobilen Geräten Platz finden, bei denen die Kosten ein entscheidender Faktor sind. Beide Module sind mit Quad-Band-GSM-Technik versehen, was den weltweiten Einsatz erlaubt.
Für Lösungen mit geringen Stückzahlen, bei denen vor allem niedrige Integrationskosten erreicht werden müssen, bietet Telit die Modemvariante GM862-GPS. Diese verfügt über Steckverbindungen sowie einen SIM-Karten-Leser und soll sich sehr schnell und unkompliziert integrieren lassen.
Der "SiRFstarIII 20-Channel Singlechip" kombiniert in einem Chip einen digitalen A-GPS-Basisbandprozessor mit einem RF-Frontend. Durch seine geringe Größe von 7 x 10 mm ließ sich der Singlechip gut in die Telit-Module einfügen. Der GPS-Empfänger zeichnet sich zudem durch sehr kurze TTFF-Zeiten (time to first fix) aus und verfolgt mehr als 20 Satellitensignale gleichzeitig. Daher liefert die SiRFstarIII-Architektur außerhalb von Gebäuden TTFF-Zeiten von nur einer Sekunde im netzwerkunterstützten Betrieb. Da sehr schwache Signale (-159 dBm) erkannt werden, ist Echtzeitnavigation auch unter erschwerten Betriebsbedingungen wie in tiefen Häuserschluchten oder unter dichtem Blätterdach möglich, heißt es. Auch in geschlossenen Räumen soll der Empfänger gute Resultate liefern. Anders als bei den langwierigen sequenziellen Suchprozessen traditioneller GPS-Architekturen sucht die SiRFstarIII-Architektur mit einem Äquivalent von mehr als 200.000 Korrelatoren alle Satellitenfrequenzen und Bitmuster gleichzeitig ab.
Mit der Kombination aus Mobilfunktechnik und GPS-Standortdaten sind zum Teil neue Einsatzmöglichkeiten denkbar. So können etwa die per Satellit ermittelten Positionsdaten über das Mobilfunknetz übertragen werden, was etwa bei der Lkw-Maut zum Einsatz kommt. Aber auch Kurierdienste verwenden ein solches Verfahren, um Briefe oder Pakete nachverfolgen zu können. Zudem kann die GSM-GPS-Kombination etwa bei Diebstählen von Autos, Booten oder anderen beweglichen Gütern Vorteile bringen. Im Falle eines Diebstahls könnte so etwa die Position eines Pkws per GPS-Signal ermittelt werden, die dann über eine GSM- oder GPRS-Verbindung weitergereicht wird.
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