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TU Dresden veröffentlicht Live-CD mit Mikrokernel

Linux-Anwendungen laufen unter TUD:OS. Die TU Dresden hat eine Live-CD ihres Forschungsbetriebssystems TUD:OS veröffentlicht. Dieses basiert auf einem L4-Mikrokernel und bringt eine grafische Oberfläche mit. Zudem können auch Linux-Anwendungen auf TUD:OS ausgeführt werden. Für grafische Programme wurde die Qt-Bibliothek auf TUD:OS portiert.
/ Julius Stiebert
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Die Demo-CD soll den derzeitigen Stand der Arbeiten präsentieren und zeigen, was im Rahmen der Entwicklung realisiert wurde. TUD:OS basiert auf dem L4(öffnet im neuen Fenster) /Fiasco-Mikrokernel, der für das Echtzeitbetriebssystem der TU(öffnet im neuen Fenster) programmiert wurde. Als Ergänzung dazu wurde L4Linux entwickelt, eine Portierung des Linux-Kernels auf L4. Damit können verschiedene Linux-Instanzen gestartet und somit Linux-Applikationen unter TUD:OS ausgeführt werden.

TUD:OS kann außerdem Treiber anderer Betriebssysteme nutzen, wodurch die Entwickler sich nicht selbst mit der Treiberprogrammierung beschäftigen mussten. Hierfür werden so genannte Device Driver Environments (DDE) genutzt, die TUD:OS die Funktionen des Treibers zur Verfügung stellen. Die Live-CD nutzt beispielsweise den Treiber aus FreeBSD, um auf IDE-Geräte zuzugreifen.

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Mit L4VFS wird zudem ein POSIX-kompatibles Dateisystem eingesetzt. Mit Nipticker liegt eine grafische Oberfläche bei, unter der Qt-3-Applikationen gestartet werden können. Weiterhin bietet TUD:OS einen Trusted-E-Commerce-Client, der in einer sicheren Umgebung läuft und Transaktionen über ein mit SSL gesichertes Protokoll ausführt.

Die TUD:OS-CD kann ab sofort heruntergeladen(öffnet im neuen Fenster) werden, dabei stehen auch Konfigurationsdateien für VMware 4 und 5 sowie den VMware Player zur Verfügung.


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