Spielehersteller: Innenminister nicht zuständig

BIU: Innenminister sollten ihr offenkundiges Informationsdefizit beseitigen

Die Forderung nach dem "Verbot von Killerspielen" durch die Innenminister von CDU und CSU weist auch der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) mit klaren Worten zurück. Die Innenminister seien weder zuständig noch in diesem Punkt kompetent.

Artikel veröffentlicht am ,

Aus Sicht der BIU liegen die Regelungskompetenzen für Jugendschutz bei den Familienministerien von Bund und Ländern, hier gebe es auch eine entsprechende sachliche Nähe. Es sei deshalb auch nicht verwunderlich, dass die Innenminister von einem pauschalen Gefährdungspotenzial durch Computer- und Videospiele sprechen, ohne hierfür sachliche Argumente zu liefern, heißt es in einer Presseerklärung des Verbandes.

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Die Befürchtungen der Unionsinnenminister, "Killerspiele im Internet" stellten ein erhebliches Problem dar, seien ebenfalls unbegründet. Zunächst einmal sei völlig unklar, was unter "Killerspiele im Internet" überhaupt verstanden wird. Viele aktuelle Computer- und Videospiele aus allen Genres könnten online mit anderen Mitspielern gespielt werden. Soweit so genannte "Massively Multiplayer Online Games" gemeint seien, benötige man hierfür in der Regel eine Zugangssoftware, die in Deutschland wiederum von der USK geprüft wird. Von einem "riesigen grauen Markt" für "überaus brutale Online-Spiele" könne daher keine Rede sein.

Überholt sei die Forderung nach Filtern, die Minderjährigen den Zugriff auf Erwachsenenspiele sperren. Entsprechende Maßnahmen habe die Industrie längst ergriffen, die mit der Xbox 360 eingeleitete neue Generation von Spielkonsolen sei mit entsprechenden Vorrichtungen ausgestattet.

"Die Formulierung eines 'Herstellungs- und Vertriebsverbotes von Killerspielen' durch die Unionsinnenminister halten wir angesichts der vorstehenden Gegebenheiten für unsachgemäß und appellieren an die Innenminister, in einen Dialog mit den Kollegen aus den Familienressorts sowie der Industrie einzutreten, um das offenkundige Informationsdefizit zu beseitigen", geht der Verband die Unions-Innenminister scharf an.

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Manch einem mag in Anbetracht der Aussagen des BIU als Ergänzung ein Zitat von Dieter Nuhr in den Sinn kommen: "Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."

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Subby 12. Mär 2006

*lach* Einfach genial, und so passend :D

Hydler 12. Mär 2006

Die BIU lässt den Volker als den Laberkopp dastehen der er ist. Der nächste bitte...

dstructiv 11. Mär 2006

...aus Prinzip nicht! ():-)

Der Anton 11. Mär 2006

Ich denke das Problem ist, dass Minderjährige immer noch zu leicht an indizierte Spiele...



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