SED kommt 2007 für den Massenmarkt
Wie bei herkömmlichen Kathodenstrahlröhren kollidieren auch bei SED-Panels Elektronen mit einem leuchtmittelbeschichteten Bildschirm. Anders als bei Kathodenstrahlröhren werden die Elektronen aber nicht von einer zentralen Quelle abgegeben und der entsprechende Elektronenstrahl abgelenkt. Vielmehr sind die Elektronen-Emitter bei SEDs in gleicher Zahl vertreten wie es Pixel auf dem Bildschirm gibt.
Während im direkten Vergleich mit LCDs bei SED vor allem die notwendige Hintergrundbeleuchtung entfällt, kann sich SED gegenüber Plasma vor allem durch bessere Farbtreue und hohen Farbkontrast behaupten. Die Reaktionszeit von SED liegt bei etwa einer Millisekunde. Der Stromverbrauch liegt unter der von LCDs und Plasmas, ein weiterer Vorteil der SED-Technik.
Die erste Stunde der Massenproduktion von SEDs wollen Canon und Toshiba im Juli 2007 starten, im vierten Quartal 2007 soll es dann SED-Fernseher in größeren Stückzahlen geben. Noch haben die Hersteller wenig Erfahrung mit der Herstellung der von Grund auf neuen Technik.
Einen Schub erwarten die beiden spätestens 2008 mit den Olympischen Spielen in Peking, die in HD-Auflösung übertragen werden sollen. Nur mit hochauflösendem Bildmaterial kann die Technik für Displays ab 50 Zoll zeigen, was in ihr steckt.