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Sharp: Wenn LCDs jedem etwas anderes zeigen

Subnotebook, Navigationssystem und Bankautomat-LCD auf der CeBIT 2006 zu sehen

Im Jahr 2005 hatte Sharp neue TFT-Display-Typen vorgestellt, die auf einem LCD - abhängig vom Blickwinkel - gleichzeitig zwei verschiedene Inhalte darstellen bzw. das Blickfeld stark begrenzen. Auf der CeBIT 2006 zeigt das Unternehmen nun konkrete Einsatzbeispiele. Die zu Grunde liegende Technik einer zweiten Schicht schaltbarer Flüssigkristalle als Filter ist unterdessen altbekannt, Sharp und andere setzen sie bereits in LCDs ein, die eine räumliche Darstellung bieten.

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Beim LCD-Typ "Two-Way viewing-angle" dient die zweite LC-Schicht als so genannte "Parallax-Barriere", welche das dahinter liegende bildgebende TFT-LCD streifenweise in Anteile für das linke und rechte Bild aufteilt. Beim Blick von links werden alle Anteile für das rechte Bild abgeschirmt und umgekehrt, so dass bei eingeschränkter Bildauflösung gleichzeitig unterschiedliche Inhalte dargestellt werden können. Bereits bei geringen Blickwinkelabweichungen ist entweder der eine oder der andere Inhalt zu sehen. Ist der Filter nicht aktiv, wird hingegen ein normales Bild wie bei einem typischen 2D-LCD dargestellt.

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Auf der CeBIT 2006 zeigt Sharp einen 7-Zoll-Navigationssystem-Bildschirm, der den Fahrer mit Informationen versorgt und dem Beifahrer gleichzeitig einen Spielfilm zeigt. Dabei müssen allerdings Streifen im Bild in Kauf genommen werden. Umgeschaltet auf den normalen Betrachtungsmodus bietet das Display ein einzelnes Bild mit einem Blickwinkel von 170 Grad. Auch zu Hause sollen entsprechende LCDs interessant sein, wenn etwa zwei Personen nebeneinander sitzen, auf einen Bildschirm schauen und dennoch unterschiedliche Fernsehprogramme sehen. Derartiges hatte Sharp bereits in Aussicht gestellt, in Hannover wird das anhand von zwei 45 bzw. einem 26 Zoll Bildschirmdiagonale bietenden LCD gezeigt.

Was Sharp bereits auf Notebooks demonstrierte, könnte bald auch an Bankschaltern oder ähnlichen Geräten zum Einsatz kommen: Diese so genannten "Switchable viewing angle" LCDs können von einer normalen auf eine extrem blickwinkelbeschränkte Darstellung umschalten und es somit neugierigen Zeitgenossen erschweren, einen Blick auf vertrauliche Informationen zu werfen. Möglich wird dies dadurch, dass bei aktiver Barriere nur noch Licht direkt nach vorne ausgegeben wird und von links und rechts nur ein schwarzes Bild zu sehen ist. Bei Bedarf lässt sich die Barriere auch als Schachbrettmuster gestalten, so dass noch kleine Ausschnitte des Bildes von der Seite zu sehen sind.

In Zukunft will Sharp die Sichtbegrenzungstechnik in Notebooks, Mobiltelefonen und PDAs einsetzen. Entsprechende Notebook-Prototypen zeigte Sharp bereits auf einigen Messen, auch auf der CeBIT 2005. Neu ist nun ein Demonstrationsgerät in Form eines Subnotebooks, das wie das oben erwähnte Navi-System mit 7-Zoll-LCD bestückt ist. Außerdem zeigt Sharp noch einen 15-Zoll-Bildschirm für Geldautomaten auf der CeBIT 2006, der wahlweise vertrauliche Informationen mit engem Sichtbereich oder Werbung mit einem 170-Grad-Blickwinkel darstellt.

Die Produktion der beiden neuen TFT-LCD-Typen startete Sharp bereits Mitte 2005. Konkrete Produkte wurden bisher in Europa nicht angekündigt oder verkauft.



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Trallalla 08. Mär 2006

eigentlich :-) Wenn mir so ein metrosexueller Werbetyp seine "geilen" (O-Ton) Produkte...

.:. 08. Mär 2006

Yeah, ich freu mich schon drauf ;) *looooool*


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