Java-Sensorplattform von Sun

Applikationen laufen direkt auf der CPU

Das von Sun nun vorgestellte SPOT-Projekt bietet eine batteriebetriebene Plattform für drahtlose Sensorennetzwerke, Robotik oder Heimanwenderelektronik. Ein Betriebssystem ist dabei überflüssig, denn SPOT basiert auf der Micro Edition der Java-2-Plattform. Damit lassen sich Java-Anwendungen entwickeln, die dann direkt auf der CPU ausgeführt werden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Durch SPOT ("Sun Small Programmable Object Technology") soll der Einsatz von Java in Sensoren vorangetrieben werden. In der Entwicklung befinden sich bereits Anwendungen zur medizinischen Überwachung, zur Verfolgung von Postsendungen oder für Heimautomatisierung. SPOT soll sich aber auch für den Einsatz in der Robotik eignen sowie in Heimanwenderelektronik verwendet werden.

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Das Evaluierungs-Kit besteht aus zwei selbstständigen Geräten und einer Basisstation. Alle drei SPOTs bestehen aus einem Mainboard mit einer ARM9-CPU mit 32 Bit und 180 MHz Takt, 512 KByte RAM und 4 MByte Flash-Speicher. Zudem sind sie mit 2,4 GHz WPAN-Funktechnik nach IEEE 802.15.4 und USB-Schnittstelle ausgestattet. Die selbstständigen Geräte haben darüber hinaus Temperatur- und Lichtsensoren, LEDs, einen 3D-Beschleunigungsmesser, sechs analoge Eingänge sowie acht weitere I/O-Ports.

Auf diesen handflächengroßen Geräten läuft eine Java ME Virtual Machine, Anwendungen sollen sich beispielsweise mit NetBeans entwickeln lassen. Die Entwickler-Kits sollen 499,- US-Dollar kosten und ab Mai 2006 erhältlich sein.

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